Gothic Hose

Bild von Fjalladis

Anleitung Gothic Hose

 

Mithilfe dieser Anleitung könnt ihr auf verschiedenen Wegen zu einer schicken Hose im Gothic-Stil gelangen.

1. Möglichkeit: eine etwas zu eng gewordene Hose erweitern, möglichst aus Wildleder

2. Möglichkeit: eine passende, bereits fertige Hose ändern, möglichst aus Wildleder

3. Möglichkeit: ein Schnittmuster, das ihr bereits einmal ausprobiert habt, abändern und dann die komplette Hose nähen

Ihr solltet bereits etwas Erfahrung im Nähen und dem Arbeiten mit Ösen etc. haben.

 

Dazu braucht ihr folgende Materialien:

Reste von Jersey in mittlerer Stärke

Ca. 100 Ösen, alternativ 4m Ösenband, bei langer Beinlänge etwas mehr einplanen

Passendes Werkzeug und viel Geduld

Elastisches Band (Gummiband), ca. 4-5m Länge bei abgebildeter Zick-Zack Schnürung

 

Schnittmustererstellung bzw. Vorbereitung:

Die Schnittmusterteile bzw. fertigen Hosenteile werden übernommen. Sollte die Nahtzugabe jedoch über 1cm betragen, so sollte diese an der äußeren Beinkante auf 1cm zurückgeschnitten werden.

Bei der zu eng gewordenen Hose muss der Bund erweitert oder neu ausgeschnitten werden.

Das Jersey Band ist im Grundmaß 7,5 cm breit. Je cm, der die Hose zu eng ist, wird einer auf die Breite addiert. Die Länge entspricht der äußeren Beinlänge. Es wird zwei Mal zugeschnitten.

 

Nähen:

1.und 2. Der Bund muss zuerst entfernt werden oder entsprechend aufgeschnitten werden. Die bereits bestehende Hose sollte an  den äußeren Nähten aufgetrennt werden. Dann werden die ehemaligen Nahtzugaben jeweils 1,5 cm breit umgeklappt. Dadurch entsteht praktisch eine Lücke, sollte man die Hose jetzt anziehen. Entlang nähen.

(Beim 3. Fall Die Hose soweit nähen, dass sie auf dem Stand von 1. und 2. ist. Nun sind 1.,2. Und 3. Analog zu behandeln.)

Nun Markierungen für die Ösen setzen. Diese sollten im Abstand von 4cm zueinander gesetzt werden und die erste Öse zum Bund ebenfalls  4cm Abstand haben.

Jetzt kommt die Lochzange zum Einsatz. Um Ausreißen zu verhindern, sollten die Löcher nicht zu groß sein. Im nächsten Schritt werden die Ösen (je nach Hersteller die Anweisungen beachten) eingearbeitet.

Zur Herstellung meiner Hose habe ich eine bereits bestehende Wildleder Hose abgeändert und kann daher keine Garantie geben, dass sogar feste Stoffe bei der Einarbeitung der Ösen nicht ausreißen, da Leder von vorneherein etwas stabiler ist. Daher solltet ihr dies zuvor an einem Probestück ausprobieren. Falls der Stoff den Ansprüchen nicht standhält, kann stattdessen ein Ösenband an der Stelle angenäht werden. Dazu die Nahtzugaben um einen halben cm zurückschneiden und das Ösenband rechts auf rechts entlang des Hosenbeins annähen.

Jetzt wird das Jersey Band angenäht. Dazu die Hose auf links drehen und den Streifen rechts auf rechts an die Hosenbeine nähen. Zu den Ösen sollte hierbei ein Abstand von ca. einem cm eingehalten werden. Hier können immer wieder Markierungen oder Stecknadeln angebracht werden, da Jersey sonst gerne verrutscht und dann schräg angenäht wird.

Hier ein Blick von außen unter die Lasche:

Jetzt wird der Bund wieder angenäht, mit oder ohne Erweiterung; bzw. neu ausgeschnitten und angenäht im Falle von der zu engen Hose.

Zuletzt können elastische Bänder durch die Ösen gefädelt werden, um den gewünschten Effekt zu erhalten.

Fertig! 

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