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Anfänger

Opulenter Rüschenschal aus schwarzem Organza

5
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)

Hallo,

heute möchte ich euch an dem teilhaben lassen, was wir im letzten Nähkurs für Anfänger genäht haben.

Es handelt sich um einen sexy Rüschenschal aus schwarzem Organza den ich hier günstig auf Stoffe.de gekauft habe.

Man könnte auch andere leichte Stoffe verwenden - z.B. Chiffon usw.
Einfach mal ausprobieren..!

Man kann ihn zu einem eleganten Kleid genauso gut tragen wie lässig zu einer Jeans.

Ich hab für die Anfänger unter euch wieder viele Fotos gemacht und alles möglichst ausführlich erklärt... :-)

 

Und so sieht er aus:

 

 

Los geht´s:

Ich hab hier ein Stück Organza mit einer Breite von 1,40m und 75cm Länge.Ich hab den Stoff in der Breite doppelt gelegt 

 

 

Das Stück schneide ich jetzt in 3 einigermaßen gleich große Teile - ihr müsst hier nicht ganz so genau arbeiten - kleine Unstimmigkeiten sieht man hier nachher nicht mehr.

 

Jetzt schneide ich überall die Webkanten ab.

 

Ich beginne jetzt die 3 Teile jeweils an den kurzen Kanten zu einem langen Band zusammen zu nähen und versäubere auch gleich mit einem Zick-Zack-Stich die zusammengenähten Kanten.

 

An den kurzen Kanten mit einem normalen Gradstich zusammengenäht:

 

Dann mit folgenden Zick-Zack-Stich Einstellungen versäubern:

 

Nach Versäuberung mit Zick-Zack-Stich siehts so aus:

 

 

Hier mein langes zusammengenähtes "Band":

 

Jetzt versäubere ich den kompletten Schal an allen 4 Kanten mit den gleichen Zick-Zack-Stich Einstellungen wie gerade eben. Allerdings drehe ich das Rad für die Fadenspannung jetzt vorher noch auf "0" = ganz niedrige Fadenspannung.

 

Ich lasse in diesem Fall die Stoffkante auch nicht genau in der Mitte des Nähfußes durchlaufen, sondern 3-4mm nach rechts versetzt - dann wird der Rand etwas "stabiler" (siehe Foto):

 

Nachdem ich alle Kanten versäubert habe, beginne ich jetzt mit den eigentlichen "Rüschen".

Dafür drehe ich die Fadenspannung jetzt ganz hoch auf "9" = sehr hohe Fadenspannung...

...ich wähle als Stichart einen ganz normalen Gradstich, der auch beim normalen nähen verwendet wird. Die Stichlänge stelle ich auf die größtmögliche Zahl - bei mir ist es 4,5. 

 

Wir nähen hier insgesamt 2 lange Nähte mit den oben gezeigten Einstellungen.

Ich beginne auf der rechten Seite und nähe der kompletten Länge nach 1x über den Schal.
(Auch hier muss der Abstand zum Rand nicht immer so ganz 100%ig genau sein - man wird kleine Ungenauigkeiten später überhaupt nicht sehen können).

 

WICHTIG:

Bitte unbedingt(!) am Anfang und am Ende einen Vernähstich nähen (vor und züruck nähen) - sonst geht euch der ganze Rüschenschal später auf!!!

 

Also, wie gesagt - bei dem rechten Pfeil fangen wir an.

Ihr braucht gar nichts zu machen, als "ganz normal zu nähen" - nicht ziehen, nicht schieben - einfach laufen lassen und ein bisschen die gerade Richtung halten. Die Nähmaschine macht aufgrund der Einstellungen die Rüschen jetzt von selbst.

 

Hier mal kurz ein Zwischenergebnis - so sieht der Schal aus, wenn er unter dem Nähfuß durchgelaufen ist:

 

Wenn die eine Seite fertig genäht ist, dreht man den Schal um (aber nicht auf die Rückseite - nur in die andere Richtung!) und näht auf der anderen Seite wieder zurück (roter Pfeil).

 

Und fertig ist der Rüchenschal!

Sieht gut aus - oder?!

 

Ein persönliches, einfaches, schnelles und kostengünstiges Last-Minute-Geschenk für die beste Freundin zu Weihnachten.

Viel Spaß beim nachnähen!

Machts gut - bis zum nächsten Mal!

 

 

Nähanleitung Filzblume für Taschen, als Brosche, zur Deko usw. - schnell erstellt!

3.5
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3.5 (2 Bewertungen)

Hallo,

heute möchte ich Euch eine schnell und einfach erstellte Filzblume zeigen, die Ihr gut aus Resten machen könnt.

Hier zunächst mal das Ergebnis - so soll sie später aussehen:

 

 

 

So, nun legen wir mal los:

Ihr braucht Filzreste in den Farben Eurer Wahl.

Die Blätter hab ich einfach so von Hand zugeschnitten - ohne Schablone.

Die Größe des Kreises hab ich mir ausgedacht. Ihr könnt natürlich auch jede anderere Größe nehmen.

Wer geschickt ist, kann diese Blume auch als Miniblümchen zum Annähen herstellen herstellen - so ähnlich wie diese Satin-Röschen... ;-)

 

Nun fangt Ihr an eine Spirale zu schneiden - mein Streifen ist etwa 1,5cm breit.

 

Scheidet aber bitte nicht bis ganz ans Ende, sondern lasst am Schluss einen kleinen Kreis übrig. Ungefähr so wie auf dem Foto - das wird später der "Boden".

 

Nun schneidet Ihr mit einer Schere Wellen in den äußeren Rand des Bandes. (Wer so ein Rollenmesser mit Wellenschitt besitzt, könnte es vielleicht auch damit versuchen - hab ich nicht getestet, wäre aber vielleicht denkbar. Oder man könnte auch eine Zackenschere mal ausprobieren?!)

 

Fangt jetzt an das Band aufzurollen (von der Seite, von der Ihr auch angefangen habt zu schneiden - der "Boden" ist das Ende des Bandes)

 

Nachdem Ihr ein kleines Stück gerollt habt, fixiert es mit einem kleinen Tropfen Klebstoff. Das macht Ihr ca. alle 5cm immer wieder bis zum Ende.

 

Am Ende angekommen, könnt Ihr die Blütenmitte ggf. etwas nach unten drücken. Meine Blütenmitte hat sich während des Aufrollens etwas nach oben verschoben. Das Zwischenergebnis sollte in etwa so aussehen:

 

Klebt jetzt zuerst mal die beiden Blütenblätter unten zusammen. Danach macht Ihr noch etwas Klebstoff auf die zusammengeklebten Blätter, um sie gleich auf der Unterseite der Blüte zu fixieren.

 

 Festgeklebt sieht es so aus:

 

Bitte nochmal Kleber auf die andere Seite der Blätter - und dann kommt der "Boden" drauf! 

 

Zuklappen - fertig!

 

Und nochmal die fertige Blüte:

Ihr könnt allerhand damit aufpeppen - Mützen, Kleidung, Taschen, Dekosachen oder auch eine Brosche draus machen, indem Ihr auf der Unterseite eine Broschennadel annäht.

 

Ich hoffe, das Nacharbeiten macht Euch Spaß!

Liebe Grüße, bis zum nächsten Mal!

Nähanleitung Schlüsseltäschchen

Bild von paulie
5
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
Geeignet für Anfänger!

Für ein einfaches Schlüsseltäschechen benötigst Du:

Einkaufstasche

Bild von Miaka
3.125
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3.1 (8 Bewertungen)

 

Vorab: Der Schnitt ist sehr einfach und die Nähanleitung möglichst anfängerfreundlich gehalten. Wer also schonmal was genäht hat und sich ein bisschen auskennt wird viele Erklärungen wohl etwas zu genau finden, das kann ich dann auch nicht ändern *g*

Wer trotz allem Probleme habt: fragt mich ruhig! Ich beiße nicht.

 

Der Schnitt um den es geht sieht so aus:

Bei der Anleitung gehe ich von einer Tasche mit den Maßen 25cmx35cm aus. Kann man natürlich variieren, dann aber auch bei der Stoffmenge aufpassen ;)

Dafür braucht ihr:

  • 20 cm Stoff (1)
  • 30cm Stoff (2)
  • 60cm Stoff (3)
  • farblich passendes Garn für Stoff 1 und 3, weil dort sichtbare Nähte sind
  • eine Nähmaschine. Per Hand kann man die Träger nicht wirklich ordentlich hinkriegen, außerdem ist es viel Arbeit.
  • ein Bügeleisen. Toll für alle Bügelfans ;)
  • Dekoelemente nach Wahl

Die Maße bei den Stoffen beziehen sich auf eine Stoffbreite von 140cm, da bleibt noch was übrig. Letztendlich reichen dafür Reststücke, aber diese Längen braucht man, wenn man extra dafür Stoff kauft. Es empfehlen sich glatte, nicht dehnbare Stoffe. Ich nehme am liebsten Baumwolle, aber das ist Geschmackssache.

Wenn ihr die Stoffe habt, braucht ihr folgende Schnitteile. Bei den Teilen A, B und C braucht ihr an allen Kanten 1cm Nahtzugabe, bei D ist sie schon mit einberechnet. Die Zahlen sind alles cm ;)


So, jetzt geht es ans Nähen. Zunächst werden die Teile A und B rechts auf rechts (also schöne Seite auf schöne Seite) an einer der 25cm-Kanten zusammengesteckt und mit geradem Stich genäht. Das ganze natürlich zweimal, klar.
Die Nahtzugaben sollte man versäubern, damit der Stoff nicht fusselt und ausfranst. Dafür einfach mit einem breiten Zickzack-Stich möglichst nah an der Kante entlang nähen.

Die beiden so entstandenen Stoffstücke werden wieder rechts auf rechts aufeinander gelegt, gesteckt und genäht. Natürlich nur an drei Seiten, die Oberseite bleibt offen. Die beiden Ecken unten kann man beim Nähen ein bisschen abrunden, das sieht mMn besser aus als wenn man sie eckig macht. Wieder versäubern und erstmal zu Seite legen.
Gleiches Spiel mit den beiden Futterteilen (C).

Jetzt kommen die Träger. Dafür werden die Teile D der Länge nach gefaltet und gebügelt. Das ganze wird dann wieder aufgefaltet und die beiden Kanten zur Mitte hin gefaltet und gebügelt. Wenn das erledigt ist, wird das ganze entlang der mittleren Kante wieder zusammengefaltet. Klingt vielleicht verwirrend, zur Veranschaulichung hier der Querschnitt:

Die beiden so entstandenen Streifen sollten also in fertig gefalteter und gebügelter Form noch 2,5cm breit sein.

Diese Streifen werden jetzt an der offenen Seite zusammengesteckt und nah an der Kante zusammengenäht. Ich setze dann immer noch eine Naht an die andere Seite, für die Symmetrie... ist bei gekauften Taschen übrigens meistens auch so.

Bisher war das ganze ja denkbar einfach, jetzt kommt der knifflige Teil: Außenstoff, Träger und Futter zusammennähen. Als erstes wird das Futter an der oberen Kante etwa 1cm nach innen umgeschlagen. Die Träger werden dann an die linke Seite des Futters gesteckt, ungefähr so:

Die Träger näht man am besten so fest:

Also erstmal ein Viereck nähen, dann diagonal zur gegenüberliegenden Ecke, eine der längeren Seiten nochmal nähen (dann muss man nicht absetzen) und die anderen beiden Ecken verbinden. Dieses Viereck kann ruhig über die ganze Fläche gehen, die Träger und Futter aufeinander liegen.
Wer noch nie Ecken genäht hat: um eine ordentliche Ecke hinzukriegen, näht man bis dahin, wo die Ecke hinsoll (Hallo Logik!) und lässt die Nadel im Stoff. Dann hebt man den Nähfuß an, dreht den Stoff um 90°, lässt den Nähfuß wieder runter und näht fröhlich weiter.

Als nächstes wird auch beim äußeren Teil der Tasche die Oberkante eingeschlagen, im Idealfall so weit wie auch beim Futter schon ;)
Dann kommt das Futter in die Tasche, die beiden Oberkanten werden links auf links zusammengesteckt und einmal am oberen Rand langgenäht. Dabei darauf achten, dass die Naht möglichst nah an der Kante ist, sonst kann es passieren dass man die Nahtzugabe nicht erwischt und sich das ganze umklappt.

Und das war's auch schon!

 

 

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