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Nähanleitung – Einfacher Sonnenhut für Mädchen

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Eigene Bewertung: Keine

Nähanleitung Einfacher Sonnenhut für Mädchen

Das beigefügte Schnittmuster (PDF) ist geeignet für einen Kopfumfang zwischen 48 - 50cm.

 

Ihr braucht:

40x40cm Baumwollstoff (nicht dehnbar)

Ca. 125cm Schrägband (ist großzügig abgemessen und reicht auf jeden Fall)

Ca. 50cm Gummilitze (etwa 6mm breit)

Ein selbstlöschender Stift wäre von Vorteil

Bleistift, Garn, Schere usw.

Das beigefügte PDF-Schnittmuster (4 DIN-A4-Blätter)

 

 

1. Messt bitte den Kopfumfang des Kindes.
In meinem Fall waren es 48cm für ein 4½-jähriges Mädchen.

Von dem gemessenen Umfang (hier 48cm) zieht Ihr 2cm ab und schneidet euch die Gummilitze auf diese Länge zu – also in meinem Fall 46cm lang.

 

Achtung:
Diese Länge könnt Ihr natürlich noch variieren  - die einen mögen es enger und die anderen lieber lockerer! ;-)
Ich bin mit 2cm kürzer als der Kopfumfang ganz gut hingekommen, zumal die Gummilitze später auch noch zusätzlich mit 1cm Überlappung angenäht wird – dann sind wir also schon bei insgesamt 3cm kürzer als der Kopfumfang.

 

2. Druckt euch das PDF-Schnittmuster aus - bei „Skalierungsart“ muss „KEINE“ stehen!

3. Legt die 4 ausgedruckten Blätter kantengenau(!) aneinander.
Keine Überlappung, kein zusätzliches abschneiden von Kanten – einfach nur Kante an Kante aneinander legen und mit Klebeband fixieren!

Danach die Papierschablone entlang des äußeren Kreises ausschneiden.

4. Legt die Papierschablone auf die linke Seite eures Stoffs und zeichnet den Kreis mit einem Bleistift oder selbstlöschenden Stift nach. (Für den äußeren Kreis reicht ein Bleistift)

Danach schneidet den inneren Kreis der Papierschablone aus, so dass ein Ring übrig bleibt.
Legt die Schablone wieder passgenau in den gerade gezeichneten Kreis auf den Stoff auf und zeichnet jetzt mit einem selbstlöschenden Stift den inneren Kreis nach.

(Man hätte den inneren Kreis natürlich auch gleich ausschneiden können, aber dann wird der Papierring beim aufzeichnen auf den Stoff sehr instabil und verrutscht mal gerne!) ;-)

5. Schneidet den Stoffkreis nun an der äußeren Bleistiftlinie entlang aus.

6. Schneidet euch das Schrägband auf die angegebene Länge zu (hier 125cm lang).

7.  Näht das Schrägband rundherum knappkantig bis kurz vorm Ende fest

8. Schneidet das Schrägband mit einer Überlappung von ca. 3cm ab.

 

9. Faltet das Ende ca. 1cm nach innen damit Ihr eine saubere Kante erhaltet.
(Nähnadel dabei im Stoff stecken lassen)

10. Näht den Rest des Schrägbandes fest.

 

So sieht´s bis jetzt bei mir aus:

11. Faltet oder bügelt euren fertig eingefassten Stoffkreis jeweils 2x in der Hälfte, so dass Ihr 4 gleiche „Tortenstücke“ habt und somit euer Kreis in „Viertel“ eingeteilt ist.

12. Eure Gummilitze müsst Ihr jetzt ebenfalls in „Viertel“ einteilen.

Gummilitze einmal zur Hälfte falten und mit dem Bleistift einen kleine Markierung auf dem Gummi einzeichnen.

Die beiden Gummilitzen-Hälften jeweils wieder zur Hälfte falten und wieder eine Markierung mit dem Bleistift einzeichnen.

13. Auf der linken Stoffseite seht Ihr den inneren eingezeichneten Kreis.
Auf diesem Kreis markiert Ihr euch mit 4 kleinen Punkten die Stellen wo die gefalteten/gebügelten Kanten durchlaufen.
An einem der Punkte auf der Linie fangen wir an die Gummilitze aufzunähen – siehe Pfeil!

Näht die Gummilitze entlang der eingezeichneten Linie mit deinem Zick-Zack-Stich fest.
(Ich hab bei Stichlänge und Stichbreite jeweils die Einstellung 3,0 verwendet.)

WICHTIG:
Beim annähen müsst Ihr die Gummilitze nun soweit dehnen, dass die nächste Markierung auf der Gummilitze mit der nächsten Markierung auf dem eingezeichneten Kreis zusammen trifft.
So wird die „Einkräuselung“ rundum schön gleichmäßig.

Hinten seht Ihr bereits den „eingekräuselten Teil“ und vorne die aufeinandertreffenden Markierungen – die Gummilitze wird wie gesagt hierbei gedehnt aufgenäht.

Wenn Ihr am Ende ankommt versucht das letzte Stückchen Gummilitze etwa noch 1cm überlappend aufzunähen und am Ende natürlich verriegeln (vor und zurück nähen),
dann habt Ihr einen schönen sauberen Abschluss. J

Optional:

Ich hatte am Ende noch ein Stückchen Schrägband übrig und da ich nicht gerne Material verschwende hab ich mir noch ein kleines Schleifchen daraus genäht. ;-)
Schrägband links auf links überlappend zusammen legen – siehe Foto.

Mit einem Zick-Zack-Stich mittig zusammen nähen, mit Garn umwickeln und zu einer Schleife zusammen ziehen. Danach könnt Ihr die Schleife an den Sonnenhut nähen – falls gewünscht.

 

Viel Freude beim nacharbeiten!

Nähanleitung – Einfaches Kundenkarten/Visitenkarten-Etui

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Eigene Bewertung: Keine

Nähanleitung Einfaches Kundenkarten/Visitenkarten-Etui

Auf dem beigefügten Schnittmuster (PDF) sind die Originalgrößen schon inkl. Nahtzugabe von 0,7cm (füßchenbreit) dargestellt. Also einfach ausschneiden und loslegen.

 

Ihr braucht:

Baumwollstoff-Reste (nicht dehnbar)

Ca. 12-13cm Gummilitze (etwa 1cm breit – kann aber auch eine andere Breite sein)

Ein Reststück Thermolam (wer das nicht hat nimmt H630)

Bleistift, Garn, Schere usw.

Das beigefügte PDF-Schnittmuster

   

1. Druckt euch die PDF-Datei aus -wichtig ist dass bei „Skalierungsart“ „KEINE“ steht!

2. Vorlagen ausschneiden und den Angaben entsprechend den Stoff, das Thermolam und die Gummilitze zuschneiden.

3. Faltet die beiden Teile für die Einsteckfächer links auf links in der Mitte zusammen und streicht mit dem Fingernagel über die Bruchkante (oder bügelt kurz drüber).

Danach haben die beiden Einsteckfächer jeweils die Größe von ca. 12cm x 8cm.

4. Jetzt arbeiten wird und Bild für Bild durch bis wird einen „Sandwich“-Stapel haben.

Los geht’s mit dem Thermolam ganz unten.
Darauf kommt mit der rechten Seite nach oben und mit der linken Seite zum Thermolam hin die 1. Lage des Außenstoffs.

5. Darauf kommen die beiden zuvor gefalteten Einsteckfächer.
Die Bruchkanten liegen beide zur Mitte hin und die offenen Kanten werden außen bündig am Rand angelegt. In der Mitte bleibt dabei eine kleine Lücke.

6. Auf der linken Seite wird jetzt das Gummiband mittig und ungedehnt aufgelegt und mit Stecknadeln fixiert.

 

7. Ganz oben drauf wird nun das zweite Stoffstück des Außenstoffs mit der rechten Seite nach unten aufgelegt.

8. Fixiert die 3 im Bild zu sehenden Seiten mit Stecknadeln.
Die Stecknadeln von der Gummilitze bleiben ebenfalls noch stecken.
Dabei bleibt eine Seite komplett offen und zwar die Seite wo kein Gummiband ist.

9. Die 3 Seiten mit füßchenbreitem Abstand zur Kante zusammen nähen.
Dabei am Anfang und am Ende verriegeln (vor- und zurücknähen) damit die Naht nicht aufgeht.

An den beiden Stellen wo die Gummilitze rausschaut nochmal extra vor- und zurück nähen, da diese Stellen stärker beansprucht werden.

10. Die Nahtzugaben können etwas zurück geschnitten werden:

11. Das ganze wird jetzt zuerst 1x komplett gewendet – dann sieht es von einer Vorderseite so aus (falls eure Gummilitze auf der anderen Seite liegt, wendet sie bitte so nach vorne wie auf dem Foto zu sehen – die Gummilitze liegt also auf dem Außenstoff:

Die Rückseite sieht so aus:

12. Dreht das Etui wieder um, dass Ihr die Vorderseite sehen könnt (siehe Foto)
Jetzt näht Ihr die offene Kante auf der rechten Seite komplett von oben bis unten zu (füßchenbreit zur Kante). Am Anfang und am Ende verriegeln damit die Naht nicht aufgeht.
Schneidet die Nahtzugabe noch ein wenig zurück.
Wer mag kann die Kante auch noch mit einem Zick-Zack-Stich versäubern – ist aber nicht unbedingt notwendig.

13. Jetzt wendet Ihr den Innenstoff (der mit den Punkten) über die genähte Kante auf die andere Seite. Sieht gewendet jetzt so aus:
 
 

14. Jetzt bügelt Ihr nochmal kurz drüber und dann seid Ihr eigentlich schon fertig.

Das Etui ist für jeweils ca. 10 Kundenkarten bzw. Visitenkarten pro Seite gedacht.
Deshalb sind die Fächer absichtlich etwas größer gehalten, weil es mit zunehmender Menge an  Karten sonst zu eng werden würde – es soll ja schon ein bisschen was reinpassen!

Klappt das Etui zusammen und wendet die Gummilitze über die offene Seite nach hinten - das hält euer Etui dann zusammen.
 

Auch ein schnelles Last-Minute-Geschenk für Freunde und Verwandte.

Wer mag kann auch noch Verzierungen anbringen.

 

Viel Freude beim nacharbeiten!

Nähanleitung – Haarspangen mit Stoff-Motiven

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Eigene Bewertung: Keine

Nähanleitung Haarspangen mit Stoff-Motiven

 

Ihr braucht:

Viele kleine Reste aus Baumwollstoff (nicht dehnbar)

Kleine Reste von Vlieseline H250

Haarspangen-Rohlinge – kriegt man z.B. im Internet oder auch im 1-Euro-Laden
(Meine sind 5cm lang und darauf ist auch die Vorlage angepasst)

Ein wenig doppelseitiges Klebeband

Heißklebepistole oder Textilkleber

Ein selbstlöschender Stift wäre von Vorteil

Garn, Schere usw.

Verzierungen wie Bänder, Knöpfe usw.

Die beigefügte PDF-Datei mit den Vorlagen in Original-Größe

     1. Druckt euch die PDF aus. Bei „Skalierungsart“ muss „KEINE“ stehen!

     2. Vorlagen ausschneiden - KEINE Nahtzugabe nötig!

    

   

  1. Ihr braucht für alle Spangen-Teile und für alle Deko-Teile jeweils ein Stück Stoff welches etwas mehr als doppelt so groß ist wie die Papiervorlagen.
     
  2. Von der Vlieseline H250 braucht Ihr für die Spangen-Teile jeweils ein Stück welches so groß ist wie das komplette Stoffstück.
    Für die Deko-Teile braucht Ihr von der Vlieseline H250 nur jeweils die Hälfte der Größe des Stoffstücks.
    -Siehe Foto!-

    

  1. Bügelt die Vlieseline H250 gemäß Herstellerangaben auf die linke Seite des Stoffs.

     Danach faltet Ihr den Stoff links auf links einmal in der Mitte – siehe Fotos!

    

    

    

    6. Zeichnet bei den Stoffen für die Deko-Teile die gewünschte Form mit einen selbstlöschenden Stift auf die Seite die mit dem H250 bebügelt wurde – siehe Foto.

Bei den Stoffen für die Spangen-Teile ist es egal auf welche Seite Ihr zeichnet!

  1. So sieht das jetzt bei mir aus.
    (Mein selbstlöschender Stift war leider leer und ich musste Bleistift verwenden.)

Davon würde ich aber auf jeden Fall abraten, da man den Bleistift nachher leider noch sieht – aber zu Demonstrationszwecken war es OK für mich)

  1. Steckt euch die Lagen nun am besten mit einer Nadel fest, sonst könnten Sie evtl. beim nähen verrutschen.

    

     9. Näht jetzt so genau wie möglich auf den Linien entlang und schneidet die   Formen hinterher mit ein wenig Abstand zur Naht aus – mit der Zackenschere sieht es besonders schön aus.
    
     

  1. Jetzt zeige ich euch wie man die Haarspangen-Rohlinge anbringt.
    Zuerst dreht Ihr das ausgeschnittene Stoffstück für die Spange auf die linke Seite.
    Die Unterseite schaut also zu uns nach oben!
    Darauf legt Ihr jetzt den geschlossenen Haarspangen-Rohling und zwar so, dass rundherum überall ungefähr der gleiche Abstand zur Naht ist – also mittig!

    11. Zeichnet euch mit einem feinen Bleistift die 2 Punkte durch die Spange auf den Stoff. Da wo die Bleistift-Spitze hinzeigt. Dazu seht euch bitte das Foto genau an.

     

  1. Nehmt die Spange weg und verbindet die 2 Punkte mit einem Strich der etwas weiter
    nach außen raus geht. Aber bitte nur ein kleines Stückchen weiter – nicht bis an die Naht!

    13. Schneidet mit einer kleinen Schere z.B. einer Stickschere einen Schlitz an die eingezeichnete Stelle im Stoff – aber nur durch die Rückseite schneiden!!!.
    Bitte nicht das vordere Teil mit durchschneiden!

    14. Beklebt die Spange wie auf dem Foto zu sehen mit ein wenig doppelseitigem Klebeband.

    15. Danach öffnet Ihr die Spange und steckt sie mit der beklebten Seite durch den Schlitz im Stoff. Wenn alles gut sitzt nochmal schön fest andrücken!

    16. Jetzt könnt Ihr mit einer Heißklebepistole oder mit Textilfkleber die Deko-Formen auf dem Spangen-Teil anbringen.

    17. Hier noch 2 weitere Beispiele

Einmal nur ein Deko-Teil mit aufgenähtem Knöpfchen.
Und einmal ein nur ein Spangen-Teil ohne Deko-Teil
(Bei schönen Motiv-Stoffen muss man nicht unbedingt ein Deko-Teil drauf setzen).

Aber es gibt ja noch sooo viele andere Möglichkeiten..!

     Viel Freude beim nacharbeiten!

Nähanleitung – Brillenetui mit Applikation

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Eigene Bewertung: Keine

Ich zeige euch heute wie Ihr aus Stoffresten ein Brillenetui für eure Sonnenbrille nähen könnt.

Die beigefügten PDF-Datein enthalten alle Vorlagen in Original-Größe.

 Ich versuche für alle Nähanfänger die Anleitung so einfach wie möglich und so ausführlich  
 wie nötig zu erstellen, damit Ihr schnell zu einen passablen Ergebnis kommt.

Es ist hilfreich die Anleitung zuerst einmal komplett durchzulesen!

Los geht’s…!

 

Ihr braucht:

2 x Reste aus Baumwollstoff (nicht dehnbar)

1x Zackenlitze ca. 23-25cm lang

1 kleiner Rest Vliesofix zum applizieren der Brille

1x H630 (etwas dünner) oder H640(etwas dicker) oder H280 (noch etwas dicker)

1 Kam-Snap (oder ein anderer Druckknopf)

Bleistift, Garn, Schere usw.

Verzierungen wie Applikationen (siehe Vorlage), Webbänder oder sonstiges

Die beigefügten PDF-Dateien mit den Vorlagen in Original-Größe inkl. Nahtzugabe von 0,7cm

      

 

1.      Druckt euch die PDF-Datei mit den unten angegebenen Druckeinstellungen aus.

Am besten druckt Ihr auf etwas festeren Karton ich hab 160g-Karton verwendet!

Den bekommt Ihr als einzelne Blätter in jedem guten Bürofachgeschäft.

Bitte kontrolliert das genau – bei falschen Einstellungen passt es nachher nicht!

Wichtig ist dass bei „Skalierungsart“ „KEINE“ steht!

Schneidet die Vorlage sorgfältig und sauber aus.
Falls Ihr die beigefügte „Brille“ applizieren möchtet diese bitte ebenfalls ausschneiden.

 

2.      Legt die beiden Stoffreste rechts auf rechts zusammen und zeichnet auf dem oben liegenden Stoff die Kontur der ausgeschnittenen Papierschablone nach.

Fixiert beide Lagen mit Stecknadeln und schneidet danach entlang der Kontur aus.

Der einfarbige Stoff ist mein Innenstoff und der gepunktete Stoff ist mein Außenstoff.

3.      Schneidet euch auch das Vlies 1x anhand der großen Schablone zu (in meinem Beispiel hab ich H640 verwendet das dieses Etui nur für eine günstige Sonnenbrille verwendet werden soll – für ein teureres Modell würde ich H280 nehmen).
Bügelt es gemäß Herstellerangabe auf die linke Stoffseite des Außenstoffs auf.

4.      Steckt die Zackenlitze wie auf dem Foto zu sehen auf die rechte Stoffseite mit einem kleinen Abstand zum Rand ( ca. 0,7cm – also füßchenbreit) an der abgerundeten Kante auf.

5.      Zeichnet euch die Brillenform auf die glatte Seite des Vliesofix auf und schneidet sie grob aus. Danach bügelt Ihr die raue Seite des Vliesofix nach Herstellerangabe auf die linke Stoffseite des Applikationsstoffs (in meinem Fall ist das der gleiche Stoff wie der Innenstoff).

       

6.      Die Brillen-Applikation ausschneiden und danach das Trägerpapier abziehen.

 

7.      Klappt den Außenstoff einmal längs in der Mitte zusammen um die Position für die Brillen-Applikation einfacher ermitteln zu können und fixiert die Applikation mit ein oder zwei Stecknadeln.

       

Den Außenstoff wieder aufklappen.
Bügelt nun die Brillen-Applikation auf die rechte Stoffseite auf und näht sie mit einem einfachen Gradstich oder auch mit einem Applikations- oder Satinstich fest – ich hab hier einen einfachen Gradstich verwendet und die Brille zusätzlich mit 2 Strass-Steinen verziert.

 

8.      Legt den Innenstoff rechts auf rechts auf den Aussenstoff und fixiert beide Lagen wieder mit Stecknadeln. Die Stecknadeln für die Zackenlitze bitte auch noch stecken lassen.

9.      Jetzt rundherum füßchenbreit zusammen nähen und an der Unterseite eine Wendeöffnung lassen – siehe weißer Kreidestrich.

10.  Die Nahtzugaben rundherum (außer bei der Wendeöffnung) zurück schneiden.

        

11.  Bitte wenden und die Ecken und den Bogen schön ausformen – die Wendeöffnung bleibt offen!
Danach bitte unbedingt einmal drüber bügeln und drauf achten dass die Kanten schön gerade sind – damit erleichtert Ihr euch den nächsten Schritt und das Ergebnis wird sauberer!

        

12.  Klappt den Stoff wie auf dem Foto zu sehen sauber in der Mitte zusammen und schaut dass die Kanten genau und ordentlich aufeinander liegen – mit Stecknadeln fixieren!!!

        

13.  Entlang der Seite und der unteren Kante zusammen nähen – dabei wird auch automatisch die Wendeöffnung geschlossen.

        

14.  Bringt euren Kam-Snap in der oberen Mitte des Etuis an – siehe Foto.

Und fertig ist das Brillenetui!

Toll für den Urlaub oder als Last-Minute-Geschenk.
 

Viel Spaß beim nacharbeiten!
 

 

Nähanleitung – Haarband für Kinder und Erwachsene

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Eigene Bewertung: Keine

Ich zeige euch heute wie Ihre aus kleinen Stoffresten schöne Haarbänder für Kinder und auch für Erwachsene nähen könnt.

      Die beigefügte PDF-Datei enthält alle Vorlagen in Original-Größe.

 Ich versuche für alle Nähanfänger die Anleitung so einfach wie möglich und so ausführlich  
 wie nötig zu erstellen, damit Ihr schnell zu einen passablen Ergebnis kommt.

Es ist hilfreich die Anleitung zuerst einmal komplett durchzulesen!

Los geht’s…!

 

Ihr braucht:

2 x Reste aus Baumwollstoff (nicht dehnbar) jeweils ca. 40cm lang und 8cm breit

1x Gummilitze ca. 14-20cm lang (je nach Kopfumfang) und ca. 1cm breit

Bleistift, Garn, Schere usw.

Verzierungen wie Applikationen (siehe Vorlage), Knöpfe, Häkelblümchen usw.

Die beigefügte PDF-Datei mit den Vorlagen in Original-Größe

   

 

1.      Druckt euch die PDF-Datei mit den unten angegebenen Druckeinstellungen aus.

 

Am besten druckt Ihr auf etwas festeren Karton ich hab 160g-Karton verwendet!

Den bekommt Ihr als einzelne Blätter in jedem guten Bürofachgeschäft.

Bitte kontrolliert das genau – bei falschen Einstellungen passen die Spangen nachher nicht! Wichtig ist dass bei „Skalierungsart“ „KEINE“ steht!

Schneidet die Haarband-Vorlage sorgfältig und sauber aus.
Falls Ihr eine der beigefügten Formen applizieren möchtet diese bitte ebenfalls ausschneiden.

2.      Faltet den Stoff für die Innenseite (bei mir einfarbig pink) „rechts auf rechts“ im Stoffbruch und legt das Schnittmuster wie auf dem Foto zu sehen auf den Stoff.
Der „Bruch“ vom Papier-Schnittmuster liegt an der geschlossenen Kante des Stoffs an.

3. Zeichnet euch mit Bleistift das Schnittmuster auf den Stoff.

4. Steckt euch nach dem aufzeichnen die 2 Lagen Stoff mit Stecknadeln zusammen bevor Ihr den Stoff auf der eingezeichneten Linie entlang ausschneidet.

 

5. Mit dem Stoff für die Außenseite (bei mir Feincord – Ihr könnt aber auch normalen Baumwollstoff nehmen) macht Ihr das genau so.

6. Nachdem Ihr die Stoffteile aufgefaltet habt, sieht das ganze so aus:

7. Die beiden Stoffteile „rechts auf rechts“ zusammen legen und feststecken.

8. Jetzt näht Ihr füßchenbreit die beiden Lagen rechts auf rechts zusammen.
Ihr müsst oben eine ca. 5cm große Wendeöffnung lassen (da wo die Nadeln senkrecht stecken).
Ebenso bleiben die kurzen Enden an beiden Seite offen.

9. Ich hab euch die 3 offen gelassenen Stellen hier nochmal mit Kreide markiert:

10. Schneidet die Nahtzugaben nach dem nähen bis auf 2-3mm Abstand zur Naht zurück.

An der Wendeöffnung und an den beiden kurzen Seiten bitte die Nahtzugabe NICHT zurück schneiden!!!

11. Jetzt durch die Wendeöffnung das Haarband „auf rechts“ wenden, die Nahtzugabe an der Oberseite nach innen stecken und die Wendeöffnung mit Stecknadeln schließen.
Nun bitte einmal drüber bügeln – das erleichtert nachher das nähen!

12. Die beiden kurzen Ende ca. 1cm nach innen einschlagen, damit Ihr saubere Enden habt.
Nehmt euch dazu am besten eine abgerundete Schere zu Hilfe.

13. Errechnen der benötigten Länge der Gummilitze:

Ihr braucht den Kopfumfang der Person für die das Haarband bestimmt ist.

In meinem Fall ist das Haarband für ein Kind mit 48cm Kopfumfang.

Mein grade eben genähtes Hauptteil ist jetzt mit den eingeschlagenen kurzen Kanten auf beiden Seiten noch insgesamt 32cm lang.

48cm Kopfumfang – 32cm Hauptteil des Haarbandes = 16cm für die Gummilitze

Diese 16cm müssten theoretisch mit der Gummilitze noch ergänzt werden um wieder den vollen Kopfumfang von 48cm zu erreichen.

Aber das Haarband soll ja auch am Kopf anliegen und nicht rutschen – also müssen wir weniger als 16cm Gummilitze nehmen.

Ich hab mich für „-4cm“ entschieden. (Diese -4cm könnt Ihr als festen, vorgegebenen Wert verwenden – egal sie groß euer Haarband letztendlich wird.

Also 16cm -4cm = 12cm Gummilitze.

Zu diesen 12cm Gummilitze kommt auf jeder Seite aber nochmal 1cm Nahtzugabe hinzu (also + 2cm)

12cm + 2cm = 14cm Gummilitze zuschneiden

Gegenprobe:
48cm Kopfumfang – 32cm Hauptteil des Haarbandes – 12cm sichtbare Gummilitze = 4cm

Diese 4cm sind der feste vorgegebene Wert von oben! Stimmt also! ;-)

Falls Ihr das nicht ganz nachvollziehen könnt, dann rechnet einfach nach folgender Formel:

Kopfumfang – gemessene Länge des Hauptteils – 4cm (fester Wert) + 2cm Nahtzugabe = Länge der benötigten Gummilitze.

Beispiel für einen Kopfumfang von 52cm (Erwachsener):

52-32-4+2 = 18cm Gummilitze abschneiden
 

Genug gerechnet – jetzt geht an der Nähmaschine weiter!

14. Die zugeschnittene Gummilitze jeweils 1cm tief in die beiden Endes des Hauptteils stecken und mit Stecknadeln fixieren.
Bitte drauf achten, dass die Gummilitze nicht aus Versehen verdreht wird.

15. Das Haarband-Hauptteil wird jetzt komplett rundherum knappkantig abgesteppt.

Dabei wird automatisch die Wendeöffnung mit verschlossen.
An den beiden kurzen Ende (wo die Gummilitze eingesteckt ist) bitte nochmal extra vor und zurück nähen, da diese Stellen am stärksten beansprucht werden – soll ja halten!


16. Wer mag kann noch Verzierungen anbringen.

Ich hab hier als Beispiel mal ein Häkelblümchen zur Ansicht draufgelegt.

In der PDF-Datei hab ich noch 3 Applikations-Formen dazu gepackt die Ihr ggf. verwenden könnt. Sie sind von der Größe her auf das Haarband abgestimmt.

     Ihr könnt aber auch Zackenlitze, Webbänder, Köpfe usw. verwenden.

     Viel Freude beim nacharbeiten!

   

 

Kleiner Kulturbeutel oder Nachttischersatz

Bild von Fjalladis
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Kulturtäschchen oder Nachttischersatz

Wenn kein Nachttisch dasteht oder man auf Reisen ist, kann man diese einfache Tasche als Aufbewahrung für Tempotaschentücher etc. verwenden. Sie wird einfach mit Druckknöpfen oder Klettverschluss an einem Balken des Betts befestigt und bietet 4 Taschen, kann aber auch an einen Schreibtisch, ein Balkongitter etc. befestigt werden.  

 

Material:

Baumwollstoff oder -reste

Etwas zum Füttern, z.B. dünneres Volumenvlies

2 Druckknöpfe oder 2 Klettverschlussstücke

Hier kommst du direkt zu einigen benötigten Artikeln:

http://www.stoffe.de/15-10003-640_tula-cotton-medium-21.html?$category=7vk69fch28n

http://www.stoffe.de/55-819-04_klettpunkt-2.html?$category=p7z9gl9l6mt

http://www.stoffe.de/50-86088_annaehdruckknopf-metall-2.html?$category=292hdsqr4xf

 

Schnittmuster:

Da es sich hier lediglich um Vierecke handelt, ist ein Schnittmuster überflüssig. Einfach die Maße auf ein DinA 4 Blatt mit Kästchen übertragen. Folgende Teile müssen ausgeschnitten werden:

1x Futter, 13,5 x 20,5 cm

2x Oberstoff Hauptteile, je 15,5 x 22,5 cm

2x Bänder, 8 x 23 cm

2x Träger, 15 x 6 cm (der erste Wert sollte mindestens so groß sein wie die Höhe oder der Umfang des Bretts oder der Stange, am der die Tasche befestigt werden soll, und ist daher nur ein Richtwert)

 

Nähen:

1. Alle Teile ausschneiden und umsäumen.

2. Die Träger nähen. Dazu jeweils rechts auf rechts der Länge nach falten und an der entstandenen Kante mit knapper Nahtzugabe entlang nähen. Die beiden kurzen Seiten jedoch offen lassen.

3. Nun den entstandenen Schlauch wenden und eines der kurzen Enden nach innen schlagen, um eine saubere Naht zu erzeugen. Die andere kann unversäubert bleiben. Einmal rundherum nähen.

4. Nun wie auf dem Bild sichtbar an die spätere obere Kante der rechten Seite des Hauptteils legen und feststecken.

5. Dann das andere Hauptteil rechts auf rechts darauf legen und feststecken, sodass die Träger nun vollständig in dem entstandenen „Sack“ verschwunden sind.

6. Beide seitlichen, sowie die obere Naht mit knapper Saumzugabe nähen. Die untere offen lassen und hierdurch wenden.

7. Im nächsten Schritt wird das Futter hinein getan.

8. Danach die untere Kante erst nach innen stecken und dann zunähen.

9. Die Druckknöpfe bzw. das Klettband müssen vor den nächsten Schritten angebracht werden. Dazu die Packungshinweise beachten und beim Abmessen darauf achten, dass die Form der Balken bzw. Stangen berücksichtigt wird, um die die Träger sich später legen.

10. Die Bänder werden als Nächstes bearbeitet. Dazu eine der langen Seiten (spätere obere) doppelt nach innen umschlagen oder einen Rollsäumer benutzen.

11. Jetzt wird die andere lange Seite gerafft. Hierbei wird der Stoff bei dem späteren großen Fach eher an die Seiten geschoben, während bei dem anderen Band alles gut verteilt wird.

12. Die Bänder aufstecken, wie es auf dem Bild zu sehen ist, und entlang nähen.

13. Nun die Seitenkanten nach innen schlagen und annähen. Bei dem großen Fach muss zusätzliche Weite evtl. in einem zweiten Schritt nochmals fixiert werden. Hier sieht man an jeder Kante ein anderes Stadium dieses Prozesses.   

14. Für die oberen drei Fächer werden nun die Unterteilungen abgenäht. Dazu einfach die entsprechenden Gegenstände abmessen, dann entlang nähen.

 

Fertig!

Nähanleitung für ein einfaches Eck-Lesezeichen

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Ich zeige euch heute wie Ihre aus kleinen Stoffresten ganz einfach und schnell ein schönes und dekoratives Eck-Lesezeichen nähen könnt.

Ihr könnt es für Erwachsene oder auch für Schulkinder nähen.

Ich versuche für alle Nähanfänger die Anleitung so einfach wie möglich und so ausführlich wie nötig zu erstellen, damit Ihr schnell zu einen passablen Ergebnis kommt.

 

Los geht’s…

 

Ihr braucht:

3 quadratische Stoffreste aus nicht dehnbarem Baumwollstoff
   Ich hab zwei einfarbige für die Unterseite und eins mit Blumenmotiv für die
   Oberseite ausgesucht.

2 Stücke Vlieseline H250 – jeweils einmal ein quadratisches Stück und
   einmal ein dreieckiges Stück  
   Auf den Fotos erklärt sich das von selbst! ;-)

Die beigefügte PDF-Datei mit den Vorlagen in 2 unterschiedlichen Größen zur Auswahl

Eine Zackenschere, selbstlöschender oder wasserlöslicher Stift, Nadeln, Garn, Bügeleisen….

 

  1. Hier seht Ihr nochmal die zugeschnittenen Teile – ich hab hier im Beispiel die kleinere Variante gewählt.

  1. Bügelt die beiden Stücke Vlieseline H250 nach den Angaben des Herstellers auf die linke Seite der Baumwollstoffe.

Seht euch dazu bitte das folgende Foto an.

Das quadratische Stück auf die linke Seite des Rückseiten-Stoffs

und das dreieckige Stück auf die linke Seite des Vorderteil-Stoffs aufbügeln.

 

  1. Beim blauen Stoff die eine Hälfte diagonal umklappen und bügeln.
    Die beiden roten Stoffe wie abgebildet aufeinander legen – einmal die reche Stoffseite noch oben und einmal die rechte Stoffseite nach unten.


 

  1. Sollte jetzt ungefähr so aussehen:

 

  1. Jetzt das Dreieck wie abgebildet auf die 2 Quadrate legen.

 

  1. Zeichnet euch mit einem selbstlöschenden oder wasserlöslichen Stift im Abstand von 1cm zum äußeren Rand an jeder Seite eine Linie auf – also quasi ein 7cm-Quadrat zentriert in die Mitte.
    Näht jetzt mit einen Gradstich (ich hab hier einen Dreifach-Gradstich verwendet – muss man aber nicht) genau auf der gezeichneten Linie entlang.
    Am Anfang und am Ende der Naht immer schön verriegeln (vor und zurück nähen) damit die Naht später nicht aufgeht. Das Ergebnis sollte jetzt ungefähr so aussehen:

 

  1. Schneidet in ca. 0,5cm Abstand zur Naht außen mit einer Zackenschere den überstehenden Stoff ab.
    Die Zackenschere hat den Vorteil dass der Rand erstens nicht so sehr ausfranst und zweitens dekorativer aussieht. ;-)

8. Und fertig ist das Eck-Lesezeichen!

Viel Freude beim nacharbeiten!

Nähanleitung Dirndl Unterrock

Bild von Fjalladis
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Anleitung Dirndl Unterrock

 

Zum Dirndl gehört nicht nur eine Schürze, sondern ebenso der geziemende Unterrock. Dieser kann schlicht oder auch mit einer Rüsche oder Spitze verziert sein. Die folgende Anleitung zeigt die Herstellung in ein paar einfachen Schritten ohne die Anbringung eines komplizierten Verschlusses.

 

Material:

Antistatischer Petticoat Stoff, 1,5-2,2m je nach gewünschter Weite.

Standard Gummiband in ca. 0,7cm Breite, etwa in der Länge des Taillenumfangs

Spitze in der Länge des Saumumfangs, hier 14cm breit

 

Schnittmuster:

Das folgende Schnittmuster sollte folgendermaßen ausgeschnitten werden:

Variante 1) 2x für eine Saumweite von 2m, um nicht aufzutragen. Für schmale Personen. Weite siehe Bild.

Variante 2) 3x für eine Saumweite von 3m, um den Rock etwas aufzubauschen. Sowohl für schmalere als auch etwas kräftigere Figuren.

Das Schnittmuster ist für 14cm breite Spitze und einen langen Rock für eine 1,60cm große Person ausgelegt. Bei größerer Körpergröße sollte entsprechend verlängert werden.

Evtl. kann die Saumkante etwas abgerundet werden. Ich habe dies bei dem abgebildeten Rock jedoch nicht getan.

 

Nähen:

Das Schnittmusterteil entsprechend oft ausschneiden und umsäumen. Dann alle Teile an den Seitenkanten rechts auf rechts zusammen nähen. Wenden.

Nun die Spitze rechts auf rechts an die Saumkante des Rockes nähen.

Im nächsten Schritt wird der Tunnel genäht. Dazu die obere Kante 3,5cm breit umschlagen. Nun im Abstand von 0,5-0,7cm zur Kante entlang nähen (variiert je nach Nadeleinstellung und muss nicht allzu genau genommen werden). Dann ein zweites Mal parallel dazu entlang nähen, dieses Mal in einem Abstand von ca. 1cm (in jedem Fall breiter als das Gummiband oder der Einfädler). An einer Stelle offen lassen.

An dieser Stelle das Gummiband mithilfe eines Einfädlers oder einer Sicherheitsnadel durch den gesamten Tunnel einfädeln und die beiden Enden am Schluss miteinander vernähen. Die Länge des Bandes muss hierbei größer sein als der Umfang der dicksten Stelle des Gesäßes, aber kurz/straff genug, um ohne Verrutschen in der Taille zu sitzen.

Fertig!

Nähanleitung Dirndl Schürze

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Anleitung Dirndl Schürze

 

Nach dem Oktoberfest ist vor dem Oktoberfest. Da das Ausschmücken eines Dirndls durchaus zeitaufwendig ist, folgt nun 11 Monate früher eine Anleitung zum Nähen einer Dirndl Schürze.

 

Material:

- 1m x 1m Stoff (Taft oder Baumwolle, je nachdem ob das Dirndl eher modern oder doch lieber traditionell sein soll)

- 60cm Bundband, ähnlich wie Vlieseline mit Einstanzungen zum leichteren Umfalten, 12cm breit

 

Schnittmuster:

Die folgenden Teile werden je einmal ausgeschnitten. Hierbei muss das spätere Bundband in drei Teile zu je 80cm Länge zerlegt werden, um es neben den Schürzenteil auf dem Stoff zu platzieren.

Menschen über der Durchschnittsgröße von 1,65m sollten die Schürze von 80cm auf 90cm verlängern. Im Allgemeinen sollte sie an die spätere Rocklänge angepasst werden.

Da das Bundband nur zum Teil unterlegt ist, lässt sich leichter eine Schleife binden, ohne dass der Bund an Stand verliert.

 

Nähen:

Alle Teile ausschneiden und umsäumen. Die drei Bundteile rechts auf rechts zusammen nähen. Dann die Bundvlieseline aufbügeln. Hinweise über Temperatur stehen in der Regel auf dem Material.

In der Abkühlzeit den Schürzenteil in Falten legen. Dabei sollte dieses Muster beachtet werden: 1cm liegt offen, 3cm sind nach hinten weggefaltet. Es wird von außen nach innen gefaltet, sodass es sich in der vorderen Mitte trifft.

Einmal im Raum der Nahtzugabe entlang nähen. Nun wird der Bund an die Schürze genäht. Dazu die spätere untere Kante rechts auf rechts auflegen und entlang nähen, an der Kante umfalten und mithilfe der vorgestanzten Kante einfach an der Rückseite die Nahtzugabe nach innen kippen. Dies erst einmal mit Nadeln feststecken. Nun die restliche Nahtzugabe entlang der freien Teile der Bänder aufeinander nähen. Entweder rechts auf rechts und dann wenden, was mitunter etwas schwierig werden kann; oder von außen nach innen stecken. Dann entlang nähen.

Zuletzt werden  die beiden Seitenkanten und die untere Kante der Schürze doppelt umgeschlagen. In mittlerem Abstand entlang nähen.

 

Fertig!

 

Tipps:

Oftmals wird gesagt, die Position der Schleife sage etwas über den Stand der Trägerin aus, ob sie beispielsweise ledig oder verheiratet sei. Hier gibt es ebenfalls regionale Unterschiede. Interessierte sollten sich deshalb über die jeweiligen Traditionen erkundigen.

Allgemein konnte ich dies herausfinden:

Auf der rechten Vorderseite: verheiratet bzw. vergeben

Auf der linken Vorderseite: ledig

etc.

Wappenrock für den Recken

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Wappenrock für den Recken

Um die Mittelaltergarderobe zu erweitern hilft dieses Schnittmuster für einen Wappenrock. Dieser kann entweder Knie- oder Bodenlang gefertigt werden und ist aufgrund der einfachen geraden Nähte auch für Anfänger geeignet.

 

Material:

Leinen, Menge je nach Größe des Trägers

auch Baumwolle für nicht ganz historisch korrekte Darstellungen

 

Schnittmuster:

Zuerst müssen folgende Maße genommen werden:

a) Schulterbreite (am Körper entlang gemessen)

b) Schulter bis Hüfte, dabei eine Ausbuchtung für die Armlöcher schaffen. Diese misst bei einem erwachsenen Mann ca. 20cm.

c) Hüfte bis Knie oder bis Knöchel je nach gewünschter Länge

d) Umfang der breitesten Stelle des Oberkörpers

Nun wird a in drei gleich große Teile geteilt, um beide Schulterteile sowie den Halsausschnitt zu erhalten. Dieser muss groß genug sein, um das Kleidungsstück über den Kopf zu ziehen. Um diese individuelle Größe festzulegen, muss anprobiert werden. Am Besten fängt man mit einer Tiefe von 5cm an, zeichnet einen regelmäßigen Halbkreis und erweitert dies nach Bedarf.

d wird durch 2 geteilt. Nun wird zu diesem Maß ca. 10 – 15 cm Toleranz, je nach Breite der Person, dazu addiert, damit der Wappenrock schön fällt und nicht zu eng sitzt.

Überall 1,5 cm Nahtzugabe hinzufügen.  

Die Zeichnung zeigt demnach entweder die Vorder- oder die Rückseite, die identisch sind, und muss daher 2 Mal ausgeschnitten werden.

 

Nähen:

Beide Teile ausschneiden und bei der grünen Markierung einen Schlitz anfertigen. Dort, wo der Schlitz endet, sollte ein Ausreißschutz in Form eines kleinen Dreiecks oder Ähnlichem eingenäht werden.  

Nun umsäumen.

Beide Teile rechts auf rechts aufeinander legen und an den blauen und rosa Kanten aufeinander nähen. Hierbei bei der rosanen Kante eine

Wenden.

Nun die übrigen Kanten doppelt nach innen schlagen (dafür sind die 1,5cm Nahtzugaben ausreichend) und entlang nähen.

 

Tip:

Um den Halsausschnitt zu stabilisieren, kann mit Schrägband gearbeitet werden.

Zuletzt können noch Borten angebracht oder ein Wappen aufgenäht werden. Zum Verschönern kann ebenfalls Stoffmalfarbe verwendet werden.

Um den Wappenrock in verschiedenen Farben zu erhalten, kann der Schnitt beliebig oft geteilt werden. Hierzu immer an der entstandenen Kante Nahtzugaben hinzu fügen.

 

Fertig!

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