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Kopfbedeckung

French Hood (Tudor Kopfschmuck)

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French Hood

 

Eine äußerst beliebte Kopfbedeckung im England der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts war der sogenannte French Hood. Sehen kann man Variationen davon in den zahlreichen Filmen und Serien, die zuletzt im TV über die Tudors ausgestrahlt werden.

 

Materialien:

- ein Stück Draht (auch Blumendraht etc.) in der Länge der roten Linie auf dem Schnittmuster

- Reste Stoff passend zum Kleid (z.B. Taft oder Seide)

- Chiffon oder Georgette für einen kleinen Schleier

- Filz oder alternativ eine „Auflage“ für Bügeleisenbretter als Basis

- Perlen, Borten etc. für die Verzierungen

 

Schnittmuster:

Aus dem Filz entweder einlagig oder doppelt die gezeigte Form ausschneiden.

A ist 9 cm lang und entspricht der Spiegelachse, d.h. Form spiegelverkehrt noch einmal zuschneiden und hier ankleben. a ist keine Schneidelinie!

B ist 4 cm lang

Ebenfalls doppelt aus dem späteren Oberstoff, hier allerdings mit 1cm Nahtzugabe.

Den Chiffonschleier doppelt ausschneiden. Er ist so breit wie die rote Linie und etwas länger als die eigene Haarlänge.

Ein Stoffband in der dreifachen Länge der roten Linie ausschneiden, in einer Breite von 2-3cm. Dies mit einem Rollsäumer rundherum bearbeiten.

 

Nähen:

Alle Teile umsäumen.

Den Oberstoff rechts auf rechts an der blauen Linie zusammen nähen. Wenden. Den Filz in diese „Tasche stecken“, an den der Draht an der roten Linie vorher etwas fixiert werden sollte. Nun den Oberstoff(wenn nötig per Hand) an der roten Linie schließen. Dies bildet den Hauptteil. Dieser kann nun bereits mit Perlen bestickt oder mit Borten verziert werden.

Den Chiffonschleier rechts auf rechts an drei Kanten zusammen nähen, sodass ein „Tunnel“ entsteht, dessen obere Seite noch offen ist. Wenden. Die andere Kante einschlagen und einmal entlang nähen.

Das Band wie abgebildet falten.

Nun den Chiffonschleier am oberen Teil der Öffnung auf die obere Seite des Bandes nähen.

Im nächsten Schritt wird diese Konstruktion an die rote Linie des Hauptteils genäht. Der Chiffonschleier befindet sich also zwischen Band und Hauptteil.

Im letzten Schritt wird der Draht noch leicht gebogen, damit er sich der Kopfform anpasst und der Hut somit von selbst hält.

Da der Schleier um den Hinterkopf gelegt wird, kann es sein, dass der untere Teil unter dem oberen am unteren Ende etwas hervorspitzelt. Dies kann jedoch leicht korrigiert werden.

Fertig!

Nähanleitung Mittelalter Haube

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Nähanleitung Mittelalterhaube

Nachdem hier nach einer Anleitung für eine Mittelalterhaube gefragt wurde und ich vor einiger Zeit eine selbst genäht habe, habe ich nun meine Notizen zu diesem Projekt herausgesucht, um eine kleine Anleitung zu schreiben.

Im Mittelalter trug im Prinzip jeder das Haupt bedeckt. Es wäre unschicklich gewesen, ohne eine Kopfbedeckung aus dem Haus zu gehen. Die folgende Haube ist für den unteren Stand gedacht, also tendenziell für eine Magd oder einfachere Bürgerin.

Als Material sollte weißes Leinen verwendet werden. Für nicht ganz authentische Kostüme kann jedoch auch Baumwolle als Ersatz dienen. Genäht wird wenn möglich von Hand, ich habe jedoch auch die Maschine verwendet.

 

Schnittmuster:

Das Schnittmuster besteht im Grunde aus zwei Teilen:

Ein Band in Rechteckform. Bei mir 1m lang und mindestens 12cm breit. Das war schon fast etwas schmal bei mir, gebt also tendenziell 2cm zu. Dies erscheint lediglich so breit, da es später noch gefaltet wird und nun sozusagen die doppelte Breite besitzt.

Ein Kreis mit 35cm Durchmesser. Wer einen guten Zirkel besitzt, sollte dementsprechend 17,5cm Radius einstellen. Ansonsten dient eine Schnur, die im Mittelpunkt fixiert wird als Ersatz.

 

Nähen:

Beide Teile werden umsäumt.

Der Kreis wird an den Kanten eingerafft, entweder in Falten gelegt oder mit einer locker auf und ab genähten Schnur auf die gewünschte Länge gezogen. Das Maß ist vom Kopfumfang der Trägerin und ihrer Frisur abhängig. In der Regel sollten alle Haare darunter passen. Bei mir sind das ca. 70cm gewesen. Sie sitzt recht locker.

Nun wird die Mitte des Bandes markiert, also dort wo es im Zentrum der Stirn sitzt. Man beginnt, den gerafften Kreis an das Band anzustecken. Rechts auf rechts. Jede Seite 18cm, also 36cm gesamt (zumindest bei mir, wieder individuell).

Nun wird genäht. Wenden.

Jetzt muss das Band der Länge nach gefaltet werden, um die normale Breite zu erreichen, also von 12cm auf 6cm bzw. 5cm, da je 1cm Nahtzugaben je Seite wegfallen. Die innere NZ wird dementsprechend an die innere Seite der Haube genäht und dabei nach innen eingeschlagen.

Nun werden der Länge nach alle Nahtzugaben nach innen geschlagen und festgenäht. Am hinteren Teil der Haube könnte auch Schrägband zur Verstärkung genutzt werden.

Fertig!

Leider fehlt mir ein Schneiderpuppenkopf zum Präsentieren, aber ich denke es vermittelt eine Vorstellung vom Aussehen des Stückes.

Suche Nähanleitung Mittelalter Haube

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Hallo,

ich wollte fragen ob irgendjemand evtl eine Nähanleitung für eine Mittelalterhaube hat, so wie diese hier:http://s114929442.einsundeinsshop.de/shopdata/0030_Per%3DFCcken%3D26amp%3D3Bslash%3D3BMasken%3D26amp%3D3Bslash%3D3BH%3DFCte/0030_H%3DFCte/images/Mittelalter_haube_beige_144x192.jpg

Hab im Netz leider noch nicht das Richtige gefunden

Liebe Grüße

Brina

Nähanleitung Schute (Hut)

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Schute (Hut) 19. Jahrhundert

Heute möchte ich euch eine Anleitung für die Herstellung einer Schute präsentieren, da Hutrohlinge dafür meist schwer zu bekommen sind und einiges kosten.

Vielleicht erst einmal ein paar Infos zum historischen Hintergrund: Schuten wurden bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts, also in der Empire und Regency-Zeit getragen. Im Laufe der nächsten Dekaden blieben sie weiterhin in Mode und veränderten nur leicht ihre Form. Auf Bildern des Amerikanischen Bürgerkrieges sind sie ebenfalls zu sehen. Damals wurden sie zu Tageskleidern oder auf Reisen getragen. Diese Anleitung orientiert sich maßgeblich an diesem Zeitraum, die genauen Maße sind jedoch nicht von einem originalen Museumsstück abgezeichnet, sondern beruhen auf meinen eigenen Entwürfen.

Der Hut ist so konstruiert, dass man auch langes Haar zu einem flachen Dutt am Hinterkopf formen und darunter tragen kann.

Materialien:

- Strohtischuntersetzer, Pappe oder Filz als Basis

- Papier zum Zeichnen des Schnittmusters

- Bleistift, Lineal etc.

- Nadel und Faden bzw. Kleber

- Dinge zum Verzieren, z.B. Bänder, Soutache oder Kunstblumen, Stoffstücke etc.

 

1.) Das Schnittmuster:

Hier seht ihr mehrere Abbildungen zum Schnittmuster. Ich habe ebenfalls ein paar Anhaltspunkte zum Nachzeichnen angegeben, falls es jemandem nicht möglich sein sollte, die Bilder auf den passenden Maßstab zu vergrößern. Der Schnitt ist 3-teilig.

 

2.) Das Nähen

Je nach Material solltet ihr die Teile eventuell mit Stoff überziehen. Hierbei könntet ihr Pappe zum Beispiel mit einem Wollstoff bekleben (wie bei der Beispielschute zu sehen).

Dann geht es an das Zusammenfügen der Teile:

Zuerst solltet ihr das hintere Stück (Teil 2) an seiner Mittelnaht zusammen nähen.

Im zweiten Schritt näht ihr nun an das besagte hintere Stück das mittlere Stück (Teil 1). Auf dem Bild ist zu sehen, wie ihr das bei einem Filzstoff am besten hinbekommt. Bei überzogener Pappe habe ich es genauso versucht. Da man jedoch durch die Pappe nicht mit einer Nähnadel hindurch kommt, kann man lediglich durch den Bezugsstoff hindurch stechen. Die Naht hält trotzdem sehr gut.

Als Letztes solltet ihr das vordere Stück (Teil 3) auf dieselbe Weise am Rohling befestigen.

 

3.) Verzieren und der letzte Schliff

In diesem Kapitel möchte ich euch gerne noch ein paar Tipps geben, wie ihr euren Rohling in einen modischen Hut des 19. Jahrhunderts verwandeln könnt.

Auf jeden Fall wird ein Band zum Schließen des Huts benötigt, damit er nicht gleich beim ersten Windstoß davon weht. Zudem wird verhindert, dass der Hut bei steifem Material aufklafft. Nehmt einfach zwei Satinbänder oder Vergleichbares und schneidet zwei Stücke mit je 50cm Länge und z.B. ca. 2cm Breite.

Sollten Nähte zu sehen sein, könnt ihr Soutache oder anderes Band darüber legen, das gleichzeitig noch als Verzierung dient.

Kunstblumen machen sich immer sehr gut an solchen Hüten. Man kann die Stängel unter einem gerafften Satinband verbergen.

Dier vordere Hutkante sollte man einfassen. Schrägband wäre hierbei zu empfehlen.

Am hinteren Teil der Schute wurde meist eine Art kleiner Schleier, der aussieht wie ein Mini-Vorhang, befestigt.

Wie der Hut innen im hinteren Teil aussieht, ist nicht wichtig, da man ihn nur im ungetragenen Zustand sieht. Enden von Bändern etc. kann man also einfach nach innen führen.

Schaut euch Kostümfilme oder alte Modekupfer an, um an Inspirationen zu gelangen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Umsetzen eurer kreativen Ideen!

Viktorianischer Hut

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Anleitung Viktorianischer Hut

Nach einer Abbildung von 1863 in Godey’s Lady’s Book

Da Hutrohlinge meist überteuert angeboten werden, möchte ich euch heute eine Anleitung zum Selbermachen präsentieren. Die angegebenen Maße könnt ihr natürlich variieren. Beachtet bitte, dass der Hut auf dem Vorderkopf sitzt und nicht das gesamte Haupt bedeckt. Lest die gesamte Anleitung, bevor ihr anfangt und achtet darauf, dass die auf den Fotos abgebildeten Schnittmuster evtl. nicht maßstabsgetreu sind.

Materialien:

- Schere

- Zirkel, Lineal und Bleistift

- Papier oder Schnittmusterpapier

- Schneiderkreide o. Ä.

Für den eigentlichen Hut:

- Filz, beispielsweise DinA3

- Dekomaterial, z.B. Kunstblumen, ein Chiffonschleier, Bänder etc.

 

1.) Schnittmusterkonstruktion

a) der „Deckel“: Das ist das am Leichtesten zu konstruierende Teil des Schnittmusters. Zeichnet einfach mit einem Zirkel einen Kreis von 13 cm Durchmesser oder 6,5cm Radius.

b) der mittlere Teil: Dies ist einfach ein langer Streifen. Die Länge ergibt sich aus dem Umfang des Kreises aus a). Hier gilt die Matheformel: 2 mal den Radius mal Pi (3,14….). Ihr solltet dann noch etwas Toleranz dazu addieren. Z.B. bei dem oben genannten Kreis wären es insgesamt so etwa 43 cm.

Habt ihr dicken Vlies, so macht den Streifen so hoch, wie die Krone später sein soll. Ich habe 3cm genommen, also relativ flach. Natürlich könnt ihr variieren.

Habt ihr dünnes Vlies, so addiert oben und unten jeweils 1cm dazu. Diesen „Rand“ schneidet ihr dort, wo später der obere Teil, also der Deckel, drankommt, ein, indem ihr Ecken herausschneidet. Die untere Kante wird lediglich normal eingeschnitten.

Bild des Streifens

c) Die Krempe oder der untere Teil: Hier kommt wieder der Zirkel zum Einsatz. Zeichnet einen Kreis mit einem Radius, der etwas größer ist als der des Deckels. Hier kommt es wieder auf die Dicke des Filzes an. Meines war sehr dick, also habe ich statt 6,5 ganze 7cm genommen. Einen weiteren Kreis zeichnet ihr außen herum, dessen Radius um so viel größer ist, wie die Krempe später breit sein soll. Beispielsweise ist meine Krempe 4cm breit.

Bild Schnittmuster 1

Jetzt wird es etwas komplizierter. Markiert die vordere, hintere und die seitlichen Linien. Nur hinten schneidet ihr den Streifen durch.

Seitlich markiert ihr diese blauen Ecken, die dann herausgeschnitten werden. Das sorgt dafür, dass die Krempe später etwas 3D-Effekt bekommt und nicht nur flach ist. Klebt die Teile wieder zusammen und gebt an einer hinteren Seite etwas Toleranz dazu. Überflüssiges kann man später noch wegschneiden, also lieber etwas mehr dazu geben, mindestens 1cm.

Bild Schnittmuster 2

 

2.) Das Nähen und Kleben

Habt ihr dünnen Filz, solltet ihr die Teile zusammenkleben (mithilfe der Laschen an dem Mittelstreifen).

Habt ihr dickes Material, solltet ihr die Teile lieber nähen. Kleben gibt zu dicke Wulste. Hier seht ihr, wie es geht.

Bild Detail der Naht

Näht bzw. klebt erst Deckel und Mitte zusammen, dann fügt die Krempe hinzu.

 

3.) Das Verzieren

Nun fängt der Spaß erst richtig an, denn beim Verzieren sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Die Nähte könnt ihr mit Bändern etc. verdecken. Ein Schleier ist bei diesen vorne getragenen Hüten auch sehr chic.

Bild Hutrohling.

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