Mäppchen

Das Nähen einer kuschligen Stifterolle

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Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4 (1 Bewertung)

Kuschlige Stifterolle

 

Das braucht ihr
Oberstoff, Innenstoff & Volumenvlies 36cm lang, 20cm hoch (plus Nahtzugaben, sind hier NICHT enthalten).
2x ca. 30cm Satinband
Stoffstreifen, am besten vom Innenstoff, 36cm lang, ca. 10-15cm hoch.


Kostenfaktor
Sofern man nicht alle Zutaten als Reste sowieso da hat, nur ein paar Euro, maximal 5€ würde ich sagen.

Anmerkung: In der Anleitung sind Miniaturen der Bilder zu finden, ein Klick macht groß.

Nähen
Ihr benötigt vier Stoffstücke, wie auf dieser Zeichnung hier zu sehen, Volumenvlies, Stoff für innen und der Oberstoff sind gleich groß, während ein schmalerer Streifen später die Stifte halten wird.

 

1) Zunächst näht ihr die Kante des niedrigeren Stücks ("Stiftehalter") um, dafür könnt ihr es doppelt umklappen, einmal reicht auch, dann solltet ihr die Kante aber vorher versäubern, ist besser so.

2) Dann legt ihr eure Stoffe richtig aufeinander. Das ist wichtig! Sollte dann so aussehen, im Schema:

3) Da näht ihr dann zusammen, soweit von der Kante weg, wie eure Nahtzugabe breit war.

 

 

Dabei lasst ihr oben ein Stückchen offen, dadurch wird nachher gewendet.

Vor dem Wenden schneidet ihr an den Ecken so ab:

4) Wendet das und steppt die Kanten einmal außen herum ab, knapp, dann sieht's besser aus. Dabei schließt ihr auch das offen gelassene Stückchen.

5) Die Innenseite sieht dann so aus (der grüne Streifen ist ein passender Ort für euer Label-Schildchen, wenn ihr eines einnähen möchtet):



Nachdem ihr die Stiftefächer abgesteppt habt natürlich. Ein Anhaltspunkt: für einen normalen Stift sind 2cm abgesteppt ok. Dann könnt ihr noch eurer Label anbringen wenn ihr mögt.

6) Hier fehlt doch was?
Richtig das Bindeband. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten.
Ihr lasst eine Seite offen anstatt oben ein Stückchen. Beim Absteppen der Kanten legt ihr nun in die Öffnung, die ihr nach innen klappt, das Satinband mithinein. Dabei liegen die schönen Seiten des Bandes aufeinander!
Ihr näht das Band zum Schluss einfach außen an (meine Variante auf dem ersten Bild).

Variationen
andere Stoffe, besondere Stoffkombinationen
ohne Volumenvlies
mit Vlieseline anstatt Volumenvlies
Verzierungen aller Art
... seid kreativ!


Schwierigkeitsgrad
Die Stifterolle ist nicht wirklich schwer, ein bisschen Geduld und Fingerspitzengefühl muss man aber schon mitbringen, da sie durch den Volumenvlies gern mal Falten wirft. Ohne Vliest ist sie kinderleicht.Unter der Vorraussetzung auch für Anfänger zu empfehlen. Ohne Vlies ist sie kinderleicht.

Wenn ihr die Stifterolle nachnähen solltet, schickt mir doch Fotos davon, dann kann ich sie hier auf meiner Seite veröffentlichen :) www.velvet-dreams-fashion.de

Bild von Miaka

Nähanleitung Stoffmäppchen

2.81818
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 2.8 (11 Bewertungen)

Dieser Schnitt ist prinzipiell ganz einfach, mal muss nur für das Schrägband recht genau nähen können.

Material:

  • 26x33cm Oberstoff. Ich nehme meistens dünnen Baumwollstoff, hab aber auch schon einen recht dicken Wollstoff genommen. Der Stoff sollte nicht elastisch und nicht zu rutschig sein, Satin u.ä. kann man mit Vliseline (Bügeleinlage) "bändigen"
  • die gleiche Menge festen Stoff (Jeans) als Futter
  • wenn der Jeansstoff nicht passt noch eine weitere Lage farblich passenden Stoff als Futter, in dem Fall wird der Jeansstoff als Zwischenfutter verarbeitet.
  • ~1m Schrägband (Baumwollschrägband lässt sich am einfachsten verarbeiten)
  • für den Verschluss ~65cm Satinband oder 1-2 Knöpe (+ Knopflochgarn für handgestochene Knopflöcher oder eine Knopflochfunktion an der Maschine) - oder was einem als Verschluss sonst so einfällt


Als erstes wird ein Stoffrechteck mit den Maßen 26x33cm zugeschnitten (Maße des fertigen Mäppchens sind dann 26x12cm), die beiden unteren Ecken werden abgerundet. Je größer die Rundung ist, desto leichter lässt sich nachher das Schrägband annähen. In meiner Zeichnung sind die Rundungen etwas zu klein geworden.
Dieses Rechteck braucht ihr aus dem Oberstoff, dem Jeansstoff und (falls vorhanden) dem Futterstoff.
Die Rechtecke werden links auf links exakt aufeinander gelegt. Bei einem extra Futter liegt der Jeansstoff zwischen den beiden Stofflagen. Das ganze bügelt man am besten an dieser Stelle nochmal und sichert es mit ein paar Stecknadeln.
Dann werden alls Stofflagen zusammen versäubert, dabei muss man darauf achten, dass sich nichts verschiebt.
Genau genommen wäre das Versäubern gar nicht nötig, weil die Kanten nachher alle mit Schrägband eingefasst werden, ich nutze diesen Schritt nur, um alle Lagen zunächst mal zu verbinden. Man kann das ganze auch einfach mit ein paar Stichen heften, ich finde aber dass es mit einem großen Zickzackstich am einfachsten geht.

In den folgenden Bildern ist der Oberstoff immer grün, das Futter orange dargestellt.

Die obere (gerade) Kante wird dann mit Schrägband eingefasst. Wie das geht kann man bei Natron&Soda (hier) nachlesen, ich erklär das nicht nochmal ;)

Nun wird das ganze Gebilde gefaltet, wie genau sieht man (hoffentlich ^^) am Bild. Der gefaltete Bruch (grün dargestellt) ist 11cm von der Schrägband-Kante entfernt.
Diesen Bruch kann man erstmal plattbügeln und die Außenkanten des Mäppchens, das man langsam als solches erkennen kann, absteppen. Ich sicher sie allerdings nur mit Stecknadeln, das reicht auch.

Wer einen Satinband-Verschluss haben will, muss das Band nun annähen. Dafür wird es so gefaltet, dass ein längeres und ein kürzeres Ende entstehen. Das Band wird dann mit dem Bruch an die Mitte der Oberkante des Mäppchens (welch schöne Wortkonstruktion, aber das Bild zeigt was ich meine) gesteckt und evtl. mit ein paar Stichen gesichert.Richtig angenäht wird es nachher mit dem Schrägband.

Nun wird die komplette Außenkante mit Schrägband eingefasst. Das ist etwas friemelig, vor allem weil es von beiden Seiten schön aussehen sollte. Bei mir wird es am besten wenn ich nach dem ersten Schritt (also nachdem ich das offene Band angenäht habe) die Nahtzugabe an den Rundungen und an Stellen mit vielen Stofflagen 1-2mm zurückschneide, das muss man aber einfach ausprobieren. An dieser Stelle tut man sich einen großen Gefallen wenn man Baumwollschrägband nimmt. Wenn man das ganze aus einem glänzenden Stoff macht und unbedingt Satinschrägband haben will, sollte man möglichst dickes (also auch festes) nehmen, das kostet im Zweifelsfall ein bisschen mehr, lässt sich aber besser verarbeiten.
Um schöbne Abschlüsse zu bekommen faltet man das Schrägband nach dem Ansteppen einmal um die offene Kante, erst dann wird es eingeschlagen und zum 2. mal festgesteppt.

Wer das ganze mit Knöpfen schließen will macht jetzt noch Knopflöcher und näht die Knöpfe an, die ungefähre Position seht ihr auf dem Bild.

Am Ende wird das (fertige, hurra!) Mäppchen nochmal gebügelt. Für den Satinbandverschluss wird das längere Ende einmal um das Mäppchen gewickelt, dann bindet man eine Schleife mit den beiden Enden. Wie Knöpfe funktionieren sollte klar sein ;)
 

Und so kann das ganze aussehen:
geschlossen:

offen:

Rückseite:

Andere Varianten:

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