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Mäppchen

Federtasche

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Eigene Bewertung: Keine

(möglichst, aber nicht notwendigerweise) festeren Stoff
* zwei Mal: 6cm x 22cm (Seitenstoff)
* ein Mal: 10cm x 6cm (Schlaufe)
feste Vliseline (z.B. No. H 250),
* zwei Mal: 6cm x 22cm
* ein Mal: 10cm x 6cm
Reißverschluß 22cm oder länger
Garn
Heftgarn

1. Zuerst schneidet man die drei Stoffstücke (Seitenteile + Schlaufe) zu und versäubert sie, indem man an den Seiten die ausfransenden Fäden so lange wegzieht und zurückschneidet, bis nichts mehr franst.

2. Dann bügelt man die Vliseline auf die beiden Stoffstücke. (Man kann die Vliseline vorher zurechtschneiden und dann paßgenau auflegen; einfacher ist es aber, die Vliseline in einem etwas größeren Stück aufzubügeln und am Schluß zuzuschneiden.)

3. Als letzter Schritt vor dem Nähen bügelt man auf der einen Längsseite des Stoffes die Nahtzugabe um (etwa 0,5 bis 0,8 cm).

4. Dann nimmt man Heftgarn und heftet den Reißverschluß auf die umgeknickten Seiten (siehe Bild). Am einfachsten wird das Nähen, wenn man den Stoff erst neben der Schiene anlegt, nicht über ihr.

5. Nun wird, soweit vorhanden, der Reißverschlußfuß eingesetzt und drauflos gesteppt. An jeder Seite muß man mindestens einmal im Nähvorgang absetzen, den Nähfuß heben (aber darauf achten, daß die Nadel unten im Stoff bleibt!) und den Reißverschluß einmal öffnen, damit man nicht in einem Bogen um den Zipper nähen muß. Die Stelle kann, je nachdem, wie nah man an der Schiene näht, ein wenig umständlich werden. Wenn der Reißverschluß angenäht ist, kann das Heftgarn entfernt werden.

6. Bevor es jetzt weitergeht zum Vernähen des restlichen Taschenstoffes, ein kleiner Exkurs: Reißverschlußkürzen. Nichts ist leichter als das, obwohl es ein Vorgang ist, vor dem man als Anfänger vermutlich erst einmal scheut. Schließlich zerstört man da etwas, und das auch noch vorsätzlich. Und wie soll man überhaupt diese Metallklipper ans Ende setzen?
Das alles soll einem keine Sorgen bereiten. Man nehme einfach einen Faden doppelt und suche sich die Stelle aus, an der der Reißverschluß enden soll. (In unserem Fall empfiehlt sich die Stelle etwa 1cm vor Stoffende.) Dort sticht man von innen, d.h. von der linken Reißverschlußseite ein und zieht nun den Faden mehrere Male quer über die Schiene (siehe Photo). Am Ende vernäht man den Faden auf der linken Seite und schneidet einfach den überflüssigen Reißverschlußrest ab! Zwischen eurem Fadenstopper und dem Ende am besten 1-2cm Reißverschlußrest stehen lassen.

7. Nun ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt: Damit die Tasche später nicht ganz flach ist, kann man die Ecken umschlagen. In welche Richtung und wie stark, ist dabei Geschmacksfrage. Wichtig ist, daß man versucht, es auf allen Ecken gleich zu machen. Aber selbst, wenn das nicht ganz gelingt, fällt das bei der fertigen Tasche kaum auf.

8. Sind die Ecken abgesteckt, bleibt vor dem endgültigen Vernähen nur noch, die Seiten schön ordentlich aufeinander zu legen und mit ein paar Nadeln zu heften.

9. Wer nun noch eine Seitenschlaufe einbinden möchte, kann sie so in die Seite stecken, wie es auf der Abbildung 9 zu sehen ist - die Schlaufe muß also in diesem Fall nach "innen" Zeigen.

10. Nun fehlt nur noch, alle Seiten abzusteppen. Wenn ihr die Rundungen nicht gleich hinbekommt, ist das gar kein Problem. Diese Nähte sind nach Außen hin später verdeckt und ihr könnt immer noch nachbessern, zusätzliche Linien einnähen und so fort. Auch die Ecken, in denen der Reißverschluß eingesetzt wird, rund zunähen. Und, ganz wichtig: Den Reißverschluß öffnen, bevor die Tasche zugenäht wird - sonst wird es sehr, sehr schwierig, die Tasche überhaupt zu öffnen und umzukrempeln.

11. Als letzter Schnitt werden alle überflüssigen Stoffteile und Fäden, aber auch Reißverschlußenden einfach abgeschnitten. Dank der Vliseline muß nicht versäubert werden und die Tasche bleibt ziemlich stabil.

12. Herzlichen Glückwunsch - die Federtasche ist fertig! Und natürlich auch noch in jeder Menge Variationen abzuändern

Das Nähen einer kuschligen Stifterolle

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Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4 (1 Bewertung)

Kuschlige Stifterolle

 

Das braucht ihr
Oberstoff, Innenstoff & Volumenvlies 36cm lang, 20cm hoch (plus Nahtzugaben, sind hier NICHT enthalten).
2x ca. 30cm Satinband
Stoffstreifen, am besten vom Innenstoff, 36cm lang, ca. 10-15cm hoch.


Kostenfaktor
Sofern man nicht alle Zutaten als Reste sowieso da hat, nur ein paar Euro, maximal 5€ würde ich sagen.

Anmerkung: In der Anleitung sind Miniaturen der Bilder zu finden, ein Klick macht groß.

Nähen
Ihr benötigt vier Stoffstücke, wie auf dieser Zeichnung hier zu sehen, Volumenvlies, Stoff für innen und der Oberstoff sind gleich groß, während ein schmalerer Streifen später die Stifte halten wird.

 

1) Zunächst näht ihr die Kante des niedrigeren Stücks ("Stiftehalter") um, dafür könnt ihr es doppelt umklappen, einmal reicht auch, dann solltet ihr die Kante aber vorher versäubern, ist besser so.

2) Dann legt ihr eure Stoffe richtig aufeinander. Das ist wichtig! Sollte dann so aussehen, im Schema:

3) Da näht ihr dann zusammen, soweit von der Kante weg, wie eure Nahtzugabe breit war.

 

 

Dabei lasst ihr oben ein Stückchen offen, dadurch wird nachher gewendet.

Vor dem Wenden schneidet ihr an den Ecken so ab:

4) Wendet das und steppt die Kanten einmal außen herum ab, knapp, dann sieht's besser aus. Dabei schließt ihr auch das offen gelassene Stückchen.

5) Die Innenseite sieht dann so aus (der grüne Streifen ist ein passender Ort für euer Label-Schildchen, wenn ihr eines einnähen möchtet):



Nachdem ihr die Stiftefächer abgesteppt habt natürlich. Ein Anhaltspunkt: für einen normalen Stift sind 2cm abgesteppt ok. Dann könnt ihr noch eurer Label anbringen wenn ihr mögt.

6) Hier fehlt doch was?
Richtig das Bindeband. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten.
Ihr lasst eine Seite offen anstatt oben ein Stückchen. Beim Absteppen der Kanten legt ihr nun in die Öffnung, die ihr nach innen klappt, das Satinband mithinein. Dabei liegen die schönen Seiten des Bandes aufeinander!
Ihr näht das Band zum Schluss einfach außen an (meine Variante auf dem ersten Bild).

Variationen
andere Stoffe, besondere Stoffkombinationen
ohne Volumenvlies
mit Vlieseline anstatt Volumenvlies
Verzierungen aller Art
... seid kreativ!


Schwierigkeitsgrad
Die Stifterolle ist nicht wirklich schwer, ein bisschen Geduld und Fingerspitzengefühl muss man aber schon mitbringen, da sie durch den Volumenvlies gern mal Falten wirft. Ohne Vliest ist sie kinderleicht.Unter der Vorraussetzung auch für Anfänger zu empfehlen. Ohne Vlies ist sie kinderleicht.

Wenn ihr die Stifterolle nachnähen solltet, schickt mir doch Fotos davon, dann kann ich sie hier auf meiner Seite veröffentlichen :) www.velvet-dreams-fashion.de

Nähanleitung Stoffmäppchen

Bild von Miaka
2.81818
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 2.8 (11 Bewertungen)

Dieser Schnitt ist prinzipiell ganz einfach, mal muss nur für das Schrägband recht genau nähen können.

Material:

  • 26x33cm Oberstoff. Ich nehme meistens dünnen Baumwollstoff, hab aber auch schon einen recht dicken Wollstoff genommen. Der Stoff sollte nicht elastisch und nicht zu rutschig sein, Satin u.ä. kann man mit Vliseline (Bügeleinlage) "bändigen"
  • die gleiche Menge festen Stoff (Jeans) als Futter
  • wenn der Jeansstoff nicht passt noch eine weitere Lage farblich passenden Stoff als Futter, in dem Fall wird der Jeansstoff als Zwischenfutter verarbeitet.
  • ~1m Schrägband (Baumwollschrägband lässt sich am einfachsten verarbeiten)
  • für den Verschluss ~65cm Satinband oder 1-2 Knöpe (+ Knopflochgarn für handgestochene Knopflöcher oder eine Knopflochfunktion an der Maschine) - oder was einem als Verschluss sonst so einfällt


Als erstes wird ein Stoffrechteck mit den Maßen 26x33cm zugeschnitten (Maße des fertigen Mäppchens sind dann 26x12cm), die beiden unteren Ecken werden abgerundet. Je größer die Rundung ist, desto leichter lässt sich nachher das Schrägband annähen. In meiner Zeichnung sind die Rundungen etwas zu klein geworden.
Dieses Rechteck braucht ihr aus dem Oberstoff, dem Jeansstoff und (falls vorhanden) dem Futterstoff.
Die Rechtecke werden links auf links exakt aufeinander gelegt. Bei einem extra Futter liegt der Jeansstoff zwischen den beiden Stofflagen. Das ganze bügelt man am besten an dieser Stelle nochmal und sichert es mit ein paar Stecknadeln.
Dann werden alls Stofflagen zusammen versäubert, dabei muss man darauf achten, dass sich nichts verschiebt.
Genau genommen wäre das Versäubern gar nicht nötig, weil die Kanten nachher alle mit Schrägband eingefasst werden, ich nutze diesen Schritt nur, um alle Lagen zunächst mal zu verbinden. Man kann das ganze auch einfach mit ein paar Stichen heften, ich finde aber dass es mit einem großen Zickzackstich am einfachsten geht.

In den folgenden Bildern ist der Oberstoff immer grün, das Futter orange dargestellt.

Die obere (gerade) Kante wird dann mit Schrägband eingefasst. Wie das geht kann man bei Natron&Soda (hier) nachlesen, ich erklär das nicht nochmal ;)

Nun wird das ganze Gebilde gefaltet, wie genau sieht man (hoffentlich ^^) am Bild. Der gefaltete Bruch (grün dargestellt) ist 11cm von der Schrägband-Kante entfernt.
Diesen Bruch kann man erstmal plattbügeln und die Außenkanten des Mäppchens, das man langsam als solches erkennen kann, absteppen. Ich sicher sie allerdings nur mit Stecknadeln, das reicht auch.

Wer einen Satinband-Verschluss haben will, muss das Band nun annähen. Dafür wird es so gefaltet, dass ein längeres und ein kürzeres Ende entstehen. Das Band wird dann mit dem Bruch an die Mitte der Oberkante des Mäppchens (welch schöne Wortkonstruktion, aber das Bild zeigt was ich meine) gesteckt und evtl. mit ein paar Stichen gesichert.Richtig angenäht wird es nachher mit dem Schrägband.

Nun wird die komplette Außenkante mit Schrägband eingefasst. Das ist etwas friemelig, vor allem weil es von beiden Seiten schön aussehen sollte. Bei mir wird es am besten wenn ich nach dem ersten Schritt (also nachdem ich das offene Band angenäht habe) die Nahtzugabe an den Rundungen und an Stellen mit vielen Stofflagen 1-2mm zurückschneide, das muss man aber einfach ausprobieren. An dieser Stelle tut man sich einen großen Gefallen wenn man Baumwollschrägband nimmt. Wenn man das ganze aus einem glänzenden Stoff macht und unbedingt Satinschrägband haben will, sollte man möglichst dickes (also auch festes) nehmen, das kostet im Zweifelsfall ein bisschen mehr, lässt sich aber besser verarbeiten.
Um schöbne Abschlüsse zu bekommen faltet man das Schrägband nach dem Ansteppen einmal um die offene Kante, erst dann wird es eingeschlagen und zum 2. mal festgesteppt.

Wer das ganze mit Knöpfen schließen will macht jetzt noch Knopflöcher und näht die Knöpfe an, die ungefähre Position seht ihr auf dem Bild.

Am Ende wird das (fertige, hurra!) Mäppchen nochmal gebügelt. Für den Satinbandverschluss wird das längere Ende einmal um das Mäppchen gewickelt, dann bindet man eine Schleife mit den beiden Enden. Wie Knöpfe funktionieren sollte klar sein ;)
 

Und so kann das ganze aussehen:
geschlossen:

offen:

Rückseite:

Andere Varianten:

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