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Schrägband

Buchhülle mit WOW! Effekt

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Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3.1 (11 Bewertungen)

 Beginnen wir zuerst mit den Bildern, damit klar wird, was wir heute vorhaben.

 

 

Bei der vorliegenden Buchhülle handelt es sich um eine sehr einfache Verarbeitung, sobald man das System verinnerlicht hat. Es sollte nicht länger als eine halbe Stunde dauern.

 

Was wird benötigt?
 

  • Zwei Stücke Stoff, Reststücke dürften reichen.
  • Schrägband
  • Ein Bindeband, z.B. aus Satin

 

Aus Gründen der besseren Adaptierbarkeit gebe ich hier nun nicht die Standardmaße eines Notizbuches an, sondern die Faktoren, mit denen Sie Ihre Maße für jedes beliebige Buch ermitteln können.


Wie sich Höhe und Breite der benötigten Stoffstreifen ergeben:

Breite des Stoffstreifens, der benötigt wird:

2x Breite des Notizbuches + 1x Dicke des Buchrückens + 2/3 Breite des Notizbuches +2/3 Breite des Notizbuches +1/3 Breite des Notizbuches


Höhe des Stoffstreifens, der benötigt wird:

Höhe des Notizbuches + 1x Breite des Schrägbandes, das verwendet wird, ungefaltet

 

Keine Sorge, das klingt nun weit komplizierte als es wirklich ist :)

 

Die schematische Aufzeichnung wirkt schon weitaus weniger verwirrend dürfte ich meinen.

 


 

Wenn Sie die beiden Stoffstücke zugeschnitten habe legen Sie diese aufeinander, die schönen Seiten dabei nach außen, heißt: Eine Oberseite liegt auf dem Tisch, die andere sehen Sie gerade an.

Die beiden Außenkanten (um sicherzugehen: Die kurzen Seiten) werden nun mit Schrägband eingefasst. Eine Anleitung, wie Schrägband zu handhaben ist, finden Sie ganz zum Schluss nocheinmal von mir angefügt. 

Nun kommt der Teil, bei dem ein wenig aufgepasst werden muss.

Im Schema wird deutlich, wie der Stoff nun gelegt werden muss. Die im Schema oben befindlichen 2/3 sind optisch aus dem "Hauptstoff", die unten angezeigten 1/3 ergeben hierbei den "Kontraststoff".

 

 

Nun werden die Obere und untere noch offenen Kante ebenfalls mit Schrägband eingefasst. Ich habe das Schrägband nur aus Gründen der Deutlichkeit unterschiedlich farbig dargestellt. Ich habe alle wichtigen Maße zur Kontrolle nocheinmal eingetrgen. Links befindet sich der Einschub für das Buchcover. Wir schauen auf die leere, offene Buchhülle. Auf der rechten Seite schauen wir ein wenig durch den Stoff hindurch und erkennen die 1/3 breite Außentasche. Ebenfalls durchsehen können wir an der Stelle, wo das Bindeband nun außen mit einer senkrechten Naht fixiert wird.

 

 

Eine Mögliche Variante:

Das Bindeband durch Ihr Schildchen ziehen, dass sie nur oben und unten an der Kante festgenäht haben. AUch müssen die beiden kurzen Kanten nicht zwangsläufig mit Schrägband gefasst werden, wie hier zu sehen. Um das herbeizuführen müssen die Stoffstreifen auf der langen Seite 4cm länger sein. Die Streifen werden rechts auf rechts zusammengelegt und die kurzen Kanten geschlossen. Dann wird das Stück gewendet und gebügelt, danach kann ganz normal weitergearbeitet werden.

 
 

Hinweis: Die Bindebänder können als Lesezeichen verwendet werden. Dabei wird dann auch die vordere Klappe entweder als Lesezeichen ins Buch gelegt, oder aber ganz hinten eingelegt. So ergeben sich bis zu drei Lesezeichen.

 

 

 

 

Das Schrägband:

 

Ich füge nun kurz hier die Bilder ein, die ich in meiner Korsett-Schrägband Anleitung verwendet habe. Wer mehr wissen will, kann dort nachlesen. Wichtig: Das Schrägband wird hier nicht zurückgeschnitten. Alles andere ist selbst erklärend :)

 

Diese Schritte müssen bei den kurzen Kanten nicht gemacht werden! Ab hier kann direkt das Schrägband umgeklappt und festgenäht werden.

 

 

Schrägband am Korsett annähen, so sieht es perfekt aus!

2.7
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 2.7 (10 Bewertungen)

Das Schrägband am Korsett - so wird es perfekt

An die Unterkanten kommt jetzt schon das Schrägband, und zwar wie folgt. Zuerst wird gesteckt, dabei wird das Schrägband so halb aufgeklappt. Und zwar auf die Unterseite des Werkstücks. Das heißt die Außenkante des Schrägbandes muss exakt mit der Außenkante des Korsetts (oder was auch immer euer Werkstück ist) abschließen. Gebt euch Mühe, das hier kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden! Und Zeitsparen und weniger stecken bricht einem das Genick. Dann wird es nicht so sauber.

Auf der Falz wird nun entlanggenäht. Auch das muss sehr exakt sein. Also näht im Zweifelsfall nur ganz ganz langsam, damit diese Naht auch sauber sitzt. Die ist sehr wichtig.

Ein Drittel der Nahtzugabe inkl. des aufgenähten Schrägbandes muss nun weg. Das wird zurückgeschnitten. Tipp: Je dünner der Stoff, bzw je weniger Stofflagen, umso weniger müsst ihr auch von der Nahtzugabe mit Schrägband wegschneiden. Wozu dieser Schritt dient: Rechts und links auf dem Stoff liegt die Naht des Schrägbandes jetzt nicht mehr aufeinander. Das heißt auf der Unterseite des Stoffe liegt die Naht die das Schrägband außen bekommt, nun im Nahtschatten, das heißt, die Naht liegt knapp oberhalb des Schrägbandes.

Für saubere Abschlüsse beim Schrägband gehe ich so vor: Schräband einklappen und an der Kante eine Naht setzen. Siehe unteres Bild.

Das überflüssige Schrägband muss nun knapp, wenn auch nicht zu knapp zurückgeschnitten werden. (etwa 2mm)

Nun kann das Schrägband auf die Vorderseite geklappt werden und knapp an der Kante angenäht.
Das sieht hinterher so gut aus, dass man auch eine Nahaufnahme wagen darf.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Lassen Sie sich Zeit. Setzen Sie sich nicht unter Druck, zu anfangs ist es ein wenig schwierig, aber wenn man den Dreh einmal heraus hat, ist es keine große Kunst mehr.

 

 

Viel Spaß!

Nähanleitung Stoffmäppchen

Bild von Miaka
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Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 2.8 (11 Bewertungen)

Dieser Schnitt ist prinzipiell ganz einfach, mal muss nur für das Schrägband recht genau nähen können.

Material:

  • 26x33cm Oberstoff. Ich nehme meistens dünnen Baumwollstoff, hab aber auch schon einen recht dicken Wollstoff genommen. Der Stoff sollte nicht elastisch und nicht zu rutschig sein, Satin u.ä. kann man mit Vliseline (Bügeleinlage) "bändigen"
  • die gleiche Menge festen Stoff (Jeans) als Futter
  • wenn der Jeansstoff nicht passt noch eine weitere Lage farblich passenden Stoff als Futter, in dem Fall wird der Jeansstoff als Zwischenfutter verarbeitet.
  • ~1m Schrägband (Baumwollschrägband lässt sich am einfachsten verarbeiten)
  • für den Verschluss ~65cm Satinband oder 1-2 Knöpe (+ Knopflochgarn für handgestochene Knopflöcher oder eine Knopflochfunktion an der Maschine) - oder was einem als Verschluss sonst so einfällt


Als erstes wird ein Stoffrechteck mit den Maßen 26x33cm zugeschnitten (Maße des fertigen Mäppchens sind dann 26x12cm), die beiden unteren Ecken werden abgerundet. Je größer die Rundung ist, desto leichter lässt sich nachher das Schrägband annähen. In meiner Zeichnung sind die Rundungen etwas zu klein geworden.
Dieses Rechteck braucht ihr aus dem Oberstoff, dem Jeansstoff und (falls vorhanden) dem Futterstoff.
Die Rechtecke werden links auf links exakt aufeinander gelegt. Bei einem extra Futter liegt der Jeansstoff zwischen den beiden Stofflagen. Das ganze bügelt man am besten an dieser Stelle nochmal und sichert es mit ein paar Stecknadeln.
Dann werden alls Stofflagen zusammen versäubert, dabei muss man darauf achten, dass sich nichts verschiebt.
Genau genommen wäre das Versäubern gar nicht nötig, weil die Kanten nachher alle mit Schrägband eingefasst werden, ich nutze diesen Schritt nur, um alle Lagen zunächst mal zu verbinden. Man kann das ganze auch einfach mit ein paar Stichen heften, ich finde aber dass es mit einem großen Zickzackstich am einfachsten geht.

In den folgenden Bildern ist der Oberstoff immer grün, das Futter orange dargestellt.

Die obere (gerade) Kante wird dann mit Schrägband eingefasst. Wie das geht kann man bei Natron&Soda (hier) nachlesen, ich erklär das nicht nochmal ;)

Nun wird das ganze Gebilde gefaltet, wie genau sieht man (hoffentlich ^^) am Bild. Der gefaltete Bruch (grün dargestellt) ist 11cm von der Schrägband-Kante entfernt.
Diesen Bruch kann man erstmal plattbügeln und die Außenkanten des Mäppchens, das man langsam als solches erkennen kann, absteppen. Ich sicher sie allerdings nur mit Stecknadeln, das reicht auch.

Wer einen Satinband-Verschluss haben will, muss das Band nun annähen. Dafür wird es so gefaltet, dass ein längeres und ein kürzeres Ende entstehen. Das Band wird dann mit dem Bruch an die Mitte der Oberkante des Mäppchens (welch schöne Wortkonstruktion, aber das Bild zeigt was ich meine) gesteckt und evtl. mit ein paar Stichen gesichert.Richtig angenäht wird es nachher mit dem Schrägband.

Nun wird die komplette Außenkante mit Schrägband eingefasst. Das ist etwas friemelig, vor allem weil es von beiden Seiten schön aussehen sollte. Bei mir wird es am besten wenn ich nach dem ersten Schritt (also nachdem ich das offene Band angenäht habe) die Nahtzugabe an den Rundungen und an Stellen mit vielen Stofflagen 1-2mm zurückschneide, das muss man aber einfach ausprobieren. An dieser Stelle tut man sich einen großen Gefallen wenn man Baumwollschrägband nimmt. Wenn man das ganze aus einem glänzenden Stoff macht und unbedingt Satinschrägband haben will, sollte man möglichst dickes (also auch festes) nehmen, das kostet im Zweifelsfall ein bisschen mehr, lässt sich aber besser verarbeiten.
Um schöbne Abschlüsse zu bekommen faltet man das Schrägband nach dem Ansteppen einmal um die offene Kante, erst dann wird es eingeschlagen und zum 2. mal festgesteppt.

Wer das ganze mit Knöpfen schließen will macht jetzt noch Knopflöcher und näht die Knöpfe an, die ungefähre Position seht ihr auf dem Bild.

Am Ende wird das (fertige, hurra!) Mäppchen nochmal gebügelt. Für den Satinbandverschluss wird das längere Ende einmal um das Mäppchen gewickelt, dann bindet man eine Schleife mit den beiden Enden. Wie Knöpfe funktionieren sollte klar sein ;)
 

Und so kann das ganze aussehen:
geschlossen:

offen:

Rückseite:

Andere Varianten:

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