Hallo und herzlich Willkommen zur Nähanleitung für einen süßen Kulturbeutel in zwei Größen.
Bitte immer erst die ganze Anleitung einmal lesen, bevor es losgeht
Wir benötigen:
- Schnittmuster, hier herunterzuladen
- pro Kulturbeutel etwa so viel Stoff wie ein A3 Blatt als Oberstoff
- etwa die gleiche Menge Futterstoff
- etwa die gleiche Menge Bügeleinlage (Vlieseline 250) oder Vliesofix, aufbügelbares Volumenvlies in einer dünnen Stärle
- je einen 30cm Reißverschluss
- Stecknadeln
- Schneiderschere
- wenn vorhanden: magnetisches Kantenlineal, Doppelkopierrad (Prym) und das Wendeset (Prym)
1. Der Oberstoff wird zugeschnitten. Dabei arbeiten wir mit zwei Stoffbrüchen. Das heißt, dass wir den Stoff einmal falten, um den Stoffbruch der auf dem Schnittmuster markiert ist zu erhalten ( auf dem Bild die untere Kante)…
… und einmal, um ein zusammenhängendes Teil zu erhalten, an der Unterkante der Tasche. Dort ist kein Stoffbruch markiert, da dieses Teil beim Oberstoff mit Bruch und beim Futter ohne Bruch zugeschnitten wird.
Hier sieht man den doppelt gefalteten Stoff deutlich. Dabei müssen alle gefalteten Kanten sauber und glatt aufeinander liegen.
Jetzt kann zugeschnitten werden. Das Schnitteil rechts und mittig bündig mit den Stoffkanten auflegen. Die Nahtzugabe ist schon mit einberechnet.
Durch unsere Falttechnik haben wir das folgende Stück Stoff erhalten.
Für den kleinen Beutel wird exakt genauso verfahren.
Wer einen kleinen Haltegriff möchte schneidet pro Kulturbeutel noch einen Streifen Stoff so, 10-15cm lang und 7-10cm breit.
2. Bügeleinlage und aufbügelbares Volumenvlies
Es empfiehlt sich, stärkeres Vlies zu nehmen, je größer die Tasche wird. Für Das Vlies das schon geschnittene Stück Stoff als Schablone nehmen, die Unterkante wieder im Stoffbruch arbeiten.
3. Die Einlage auf die linke Stoffseite gemäß Anleitung aufbügeln (die glänzende Seite auf den Stoff). Niemals die Vlieseline nach unten legen und dann den Stoff darauf um zu bügel (die Vlieseline verklebt dann an den Kanten, an denen sie etwas übersteht das Bügeleisen!)
4. Futterstoff
Für den Futterstoff wieder die obere Stofflage als Schablone verwenden. Den Stoff doppelt legen, aber an der unteren Kante nicht im Stoffbruch zuschneiden, sondern 1,5m Nahtzugabe geben. Es entstehen so zwei Stücke Stoff.
Nahtzugabe mit dem Doppelkopierrad angezeichnet.
Das fertige Futter.
5. Das Futter zusammennähen
Den Futterstoff rechts auf rechts legen.
Die Unterkanten stecken…
…und zusammennähen (1,5cm von der Kante). Da bei die markierten Wendeöffnungen NICHT zunähen, sondern offen lassen.
Zur Nahtzugabe:
Mit dem Handmaß (oder einem Lineal, Maßband etc.) bei gesenkter Nadel und gehobenem Nähfüßchen 1,5cm abmessen, dort das magnetische Kantenlinial oder das Kantenlineal, das bei der Nähmaschine dabei war anbringen oder einen Streifen Klebeband dort anbringen, so kann die Nahtzugabe exakt eingehalten werden.
6. Nahtzugaben bügeln
Nahtzugaben des Futters auseinanderbügeln.
7. Reißverschluss
Der Reißverschluss wird komplett geöffnet und und es wird damit begonnen, ihn auf die Oberseite des Oberstoffes zu stecken. Dabei liegt der Schieber außerhalb des Stoffes und die Zähnchen zeigen zum “inneren” der Tasche, nicht zur Außenkante. Der Reißverschluss liegt mit der rechten Seite auf dem Stoff (siehe Foto).
Die Stecknadeln sind quer zur Naht gesteckt. Wenn die volle Länge festgesteckt ist…
… wird der Futterstoff mit der rechten Seite auf den Reißverschluss und den Oberstoff gesteckt. Dazu werden immer einige Nadeln unten herausgezogen und dann von oben alle drei Lagen zusammengesteckt. Geübte Näherinnen können auch alle drei Lagen in einem stecken.
Nun wird der lose hängende Teil des Reißverschlusses zur anderen Außenkante herüber gezogen und dort genauso festgesteckt, wie schon bei der ersten Kante. Wieder gilt es, alle drei Lagen zusammenzustecken.
Ist dies vollbracht, wird das Reißverschlussfüßchen eingesetzt und die je drei Lagen zusammengenäht. Die Stecknadeln werden immer kurz vor Erreichen durch die Nadel herausgezogen.
Ausgebreitet sieht das nun so aus.
Wer Trageschlaufen möchte, klappt die vorher zugeschnittenen Stoffstreifen nun zusammen und näht eine kurze und eine lange Kante zusammen.
Dies wird dann mit dem Prym Wendetunnel Größe M gewendet und gebügelt
Dort kann man z.B. ein Label anbringen oder eine Borte.
Fertig damit, geht es zurück zur Tasche.
Der Griff wird wie gezeigt zwischen die Lagen des Oberstoffes gelegt und festgesteckt (die Nadel sollte nicht zu nah an der Außenkante liegen). Die offene Kante des Griffes liegt dabei nach außen zur offenen Kanten hin.
8. Seitennähte schließen
Nun die beiden Seitennähte schließen (auf dem Bild gesteckt). Dabei den Reißverschluss beim Oberstoff nach unten zeigend mitfassen. Der Zipper sollte nun an der Stelle liegen, wo ich den Reißverschlussfuß hingelegt habe. Vorsicht beim Nähen über den Reißverschluss.
An der Ecke die Nadel in den Stoff, den Fuß hoch, Stoff drehen, Fuß wieder runter.
Überstehenden Reißverschluss abschneiden.
9. Ecken Schließen
Die Ecken so aufeinander ziehen, wie gezeigt.
Diese Kanten stecken und darüber nähen.
Die Nahtzugaben sauber zurückschneiden auf 3-5mm.
10. Wenden
Die Tasche durch die Wendeöffnung im Futter komplett auf rechts ziehen.
Die Öffnung im Futter kann nun entweder unsichtbar von Hand oder mit einer Maschinennaht knapp an der Kante geschlossen werden.
Mit der Maschine sieht das dann so aus.
11. Optionales
Ein Zugband am Reißverschluss. Es wird genauso verfahren, wie beim Tragegriff, nur schmaler. Mit dem schmalsten Wendeset von Prym wenden, bügel. Dann wie auf den Fotos verfahren.
Innentaschen
Müssen aufgenäht werden, bevor die Tasche zusammengenäht wird.
Stoff für die Innentasche oben zweimal umbügeln, festnähen.
Untere Ecken zu zwei gleichen Dreiecken einfalten, festbügeln.
Seiten umklappen, dass die genau mit der Spitze der Dreiecke abschließen.
Oben die Ecke ein bisschen einklappen, feststecken,
Unterkante zu sauberen Briefecken einschlagen, bügeln.
Umdrehen, auf den Stoff stecken und die Seiten sowie die Unterkante festnähen.
Geschwungenes Label
Steckt man das Label erstan den Seiten fest und zieht dann an der Oberkante und steckt dies dann auch fest, kann man das Label leicht gebogen, passend zur Form annähen.
Und nun: Viel Spaß!









































































































































































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