The frozen bustle gown

Bild von Weischen_von_Schnee

 

 

Materialien:

2 m Seidentaft eisblau                                           2 m Chiffon creme

1 m Futtertaft gold                                                  1 m Satin weiß 

2,5 m Spitze creme                                                1,5 m Satinband 2,5 cm breit creme

5 m Posamentenborte eisblau                            2 m Satinband blau

1,5 m Gummiband                                                 2 m Satinband creme 5 cm breit

1 m Huttüll                                                               2 Kunstrosen            

3 Federn

 

Endlich ist es vollbracht, nach fast 3 Jahren, in denen ich nun diesen wunderschönen Seidentaft besitze, habe ich es endlich geschafft ihn zu verwenden. Seit ich ihn damals als Reststück gekauft habe, habe ich von einem Eisblauen Kleid geträumt. Und es war äußerst schwierig, da es lediglich 2m waren. Der Schnitt stammt aus der Zeit der Küraßmode, was das kaum ausgestellte Hinterteil zeigt.

Getragen wurde das schöne Stück noch nicht, die Premiere wird zum diesjährigen WGT stattfinden und ich freue mich riesig, sie das erste Mal auszuführen. 

 

Der Rock:

Bei diesem Werk beschränkt sich der Rock auf einen Überrock, der durch zahlreiche Raffungen kunstvoll nach oben gesteckt ist. Einen Unterrock gibt es nicht, ich habe den Chiffon so unter den Raffungen drapiert, sodass der Eindruck entsteht, es wäre ein Unterrock vorhanden, aber da ich lediglich 2 m Taft von dieser Farbe besaß, reichte der Stoff gerade so für den Überwurf.

 

Diese spezielle Rockform nennt sich „Hermione Overskirt“, ausgestellt wird er lediglich durch ein kleines „Cul de Paris“. Da ich die Farbgebung in dieser Nuance halten wollte, versuchte ich keine weiteren Muster oder andere Farbtöne miteinzubauen. Der Cremefarbton lässt das Eisblau wirklich hervorstechen. 

Auf der Frontseite des Rockes ist die obere Schürze aus Falten separat darüber gesetzt, hierbei sind die Abschlüsse der hochgerafften Schürzen spitz zugeschnitten.

Der hintere Teil des Überrocks wird durch einen Tunnelzug zusammengeschnürt, hierdurch wirkt die unten angesetzte Stoffbahn wie eine hochgesetzte Schleppe. Geziert wird die Schleppe mit einer cremefarbenen Spitze, die ich vor vielen Jahren auf einem Antikmarkt gekauft hatte, ohne wirklich zu wissen, wie ich sie verwenden wollte. :) Zudem wird er geziert von vielen Metern eisblauer Posamentenborte. 

 

Was jedoch erst in dieser Ansicht gut sehen ist, ist die sehr ausladend wirkende Hüfte – dies wurde mir leider erst klar, als ich den Rock zum ersten Mal trug –.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Taille:

Bei diesem Modell handelt es sich um eine Taille mit französischer Weste. Gut zu erkennen ist hier die Form der Taille, aufgrund der Nähte und der passenden Verzierungen entsteht eine unglaublich schmale Taillenform, die Hüfte und die Oberweite kommen jedoch umso mehr zur Geltung.

 

 

Die Seitenansicht zeigt jedoch, dass die Taille besonders schmal geschnitten ist, sie erinnert fast an eine Taille der späten Tournürenzeit. Ein Unterschied zeigt sich hier nur in der Länge der Jacke und der Verlagerung des Taillenumfangs. Während bei einer Taille aus der späten Tournürenzeit die schmalste Stelle des Oberkörpers nach unten verlagert wird, ist sie hier ein wenig nach oben verschoben.

 

 

Untypisch für ein Oberteil sind hier die Ärmel aus Chiffon gefertigt. Üblicherweise wurden die Ärmel nahezu aus demselben Material wie die Taille bzw. der Rock gefertigt. Doch diese leicht fallenden Chiffonärmel in leicht geraffter Form lassen die Taille besonders fein und feminin wirken.

 

 

 

 

 

Hier zu sehen ist die erste Rohform der Taille und der fast fertige Rock. 

 

Die Accessoires:

 

Durch die eisblaue Farbe hatte ich irgendwie das Gefühl, dass die Tournüre etwas russisches an sich hat und daher wollte ich unbedingt einen russisch angehauchten Kopfschmuck dazu fertigen.

Und in Kombination mit den cremefarbenen Rosen wirkt es wundervoll - finde ich zumindest - .

 

 

 

 

 

 

 

Allerdings gibt es auch einen passenden Hut zum Outfit. Für diesen habe ich zunächst Strohbänder zusammengenäht, um eine Hutbasis zu schaffen und diese dann mit Stoff bezogen. Verziert habe ich ihn ebenfalls mit Posamentenborte und Rosen. Aber am liebsten mag ich die großen ausladenden Federn.

Diese sind nach einem historischen Vorbild einer Hutfeder angefertigt. Ich habe mehrere Federn miteinander verknüpft und die Feder in die passende Form gebogen. 

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