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Leinen

Sassenach

Bild von Fjalladis
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Claire Fraser - Outlander

Nachdem letztes Jahr das große Outlander-Fieber ausgebrochen ist, musste ich unbedingt ein Kostüm aus der Serie nähen. Als ich dann aber tatsächlich im Winter meine anderen Projekte fertig bekam und mich an die Filmkostüme wagen konnte, blieb mir nicht mehr viel Zeit zum Bestellen. Also musste ich mit meinen Vorräten arbeiten. Das bedeutet, dass mein Outfit komplett aus Resten gearbeitet ist und daher nicht ganz Claires Kleidung wiederspiegelt, sondern eine eigene Note hat. Nur für den Rock habe ich extra zwei Meter "Leinen Medium" in schwarz bestellt und diesen dann am Abend vor dem Shooting noch spontan genäht. Alles andere war zu diesem Zeitpunkt bereits fertig.

Das freundliche Wetter trügt jedoch. Beim Fotografieren war es tatsächlich eisig kalt. Daher war ich froh um die zahlreichen Schichten. Zuunterst wird eine Leinen-Chemise getragen, also eine Art Hemdchen. Darüber kommen die Stays, ein Rokoko-Korsett, das ich bereits von meinen anderen Ausflügen ins 18. Jahrhundert hatte. Darüber wird eine Art Rolle gezogen, die dem Allerwertesten etwas mehr Volumen gibt. Es folgt ein Unterrock und darüber besagter schwarzer Leinenrock sowie eine Schürze, die zu Claires Arbeiten als Heilerin passt. Die Stulpen sind übrigens aus Wollresten gefertigt und per Hand bestickt. Sie würden bestimmt auch gegen das raue schottische Wetter schützen.

Oben rum kommt ein kleines weißes Tüchlein in den Ausschnitt, das mich zuverlässig vor dem Wind schützen konnte. Das dreieckige Stoffstück mit Blumenmuster stammt ursprünglich von einer Gardine. Es wird nur mit Nadeln an den Stays befestigt. Dann erst folgt die Jacke. Sie ist aus rostrotem Leinen gefertigt und gefüttert. Bis auf die Stays habe ich alles per Hand genäht, und zwar gemütlich auf dem Sofa sitzend, während ich die erste Staffel noch einmal auf DVD angeschaut habe. Ich hoffe, dass die zweite Staffel bald hier im TV kommt und uns zu weiteren Nähprojekten inspiriert!

Mein Herbstkleid

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Mein Rokoko Herbstkleid

Seit langem schon wollte ich mir ein Kleid in Herbstfarben nähen, vielleicht ein dunkles Rot, Rostorange oder Braun. Dann habe ich diesen schönen Leinen entdeckt und mich - wie sollte es anders sein - für das Rokoko entschieden. Zusätzlich wurde das Kleid von der Serie "Turn - Washington's spies" inspiriert, das weitaus schlichtere Rokoko Kleider hat, als man es durch Filme wie Marue Antoinette gewohnt ist. 

 

Das Besondere an diesem Kleid ist, dass ich es komplett von Hand genäht habe, und zwar gemütlich vor dem Fernseher, wie es für ungemütliche Herbsttage am besten ist. Ich musste die Schnittmusterteile sehr puzzeln, da ich mit zwei Reststücken gearbeitet habe, die jeweils kleiner als 150x150cm waren. Das Schnittmuster ist mein übliches selbstgezeichnetes für diese Epoche, dieses Mal allerdings mit "Stecker", dem bestickten dreieckigen Vorderteil. Für das Muster habe ich pflanzengefärbtes Wollgarn in drei Farben verwendet. Gefüttert ist das Oberteil mit Leinen. Zu dem kompletten Outfit gehören ein Unterrock aus Baumwolle, Stuplen aus Nadelbind-Technik sowie ein Hut und ein Cape. Letztere sind auf den Fotos nicht zu sehen, da man das Kleid dann leider kaim noch erkennt.

Für die Neugierigen: Auf dem Foto trägt mein Freund seine Uniform, die ich bereits in einem anderen Post beschrieben habe. Getragen haben wir die Sachen beim Kastaniensammeln im Wald und dem anschließenden Besuch einer Klosterruine.

Ich hoffe, es gefällt, und freue mich über Kommentare.

Beerensommer - ein Kleid zum Singen

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Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)

Als Einstand in diese Community möchte ich euch gerne ein Kleid nach dem Simplicity-Schnitt 1803 vorstellen.

Für den Auftritt unseres Chores bei hochsommerlichen Temperaturen musste dringend ein schickes Sommerkleid her, in dem es sich angenehm singt und das die Farbvorgabe "beerenfarben" erfüllt (die immer wieder sehr weit und abenteuerlich von meinen Mitsängern ausgelegt wird ;)).

Geändert habe ich am Schnitt nicht viel, nur etwas Weite in der Taille weggenommen. Der Stoff ist ein schönes kirschrotes Leinen, was das Kleid auch bei Hitze sehr angenehm macht. Beim Konzert fühlte ich mich auf jeden Fall sehr wohl darin :) Den Schnitt kann ich sehr empfehlen und werde ihn sicher auch noch in den anderen Varianten nochmal nähen bei Gelegenheit.

Liebe Grüße,

Faraday

Römisches Kleid

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Römisches Kleid

Nachdem wir diesen Sommer eine kleine Römergruppe gegründet haben, musste natürlich passende Kleidung her. Daher habe ich mir die Statuenabgüsse in der Uni einmal genauer angesehen und eine sitzende Muse entdeckt, die ein typisch römisches Kleid mit mehrfach gehefteten Ärmeln trug.  Das Kleid passt aber auch gut für die gesamte Antike, da sich der Grundschnitt nicht geändert hat. Dieser besteht im Prinzip aus zwei viereckigen Stoffstücken, die an den Seiten vernäht werden, sodass sie eine Art Schlauch bilden.

Dann verbindet man die oberen Seiten an einigen Stellen mit knopfartigen Stoffstücken und schon ist das Gewand fertig. Um dem Kleid einen individuellen Touch zu geben, habe ich es danach noch mit pflanzengefärbtem Wollgarn bestickt.

Dazu passend habe ich die sogenannte Palla gefertigt, eine Art Schleier, den man auf verschiedene Weisen tragen kann. Am Rand läuft ein handgesticktes, ca. 7,5m langes Muster entlang, das mit dem Muster auf dem Gürtel abgestimmt wurde.

Als ich dann noch Stickgarn übrig hatte, habe ich noch eine Art doppeltes Haarband gefertigt, das man beispielsweise auf Münzen Kleopatras sehen kann.

Insgesamt berechnet sich der Arbeitsaufwand des komplett handgefertigten Gewandes auf ca. 20-25 Stunden. Benutzt man jedoch die Nähmaschine und wählt eine einfachere Art der Verzierung, sollte sich das Projekt aber auch gut für Anfänger eignen. Ich hoffe es gefällt. Schreibt mir einfach bei Fragen.

Kleine Wintereule

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Diesen Winter möchte ich gerne mit dieser süßen Eule teilnehmen, die ich selbst gefertigt habe.

Da der selbst entworfene Schnitt recht simpel ist, muss die Eule durch ihre verschiedenen Farben und die Kulleraugen bestechen. Gefertigt ist sie daher aus unterschiedlichem Leinen. Vorne hat sie ein kleines Täschchen, um Taschentücher, Stifte oder andere nützliche Dinger stets parat zu halten. Damit sie auch aufrecht sitzen kann, ist die kleine Eule mit Füllwatte ausgestopft. Die Augen bestehen aus einem vliesartigen Stoff, den ich bemalt und dann per Hand aufgenäht habe.

Ich hoffe, die kleine Eule gefällt euch. Hier hat sie jedenfalls ein Plätzchen unweit des Kamins, um es im Winter mollig warm zu haben.

 

Hier findet ihr die Materialien in vielen weiteren Farben:

Leinenstoffe: https://www.stoffe.de/leinenstoffe.html

Füllwatte: http://www.stoffe.de/49-60003497_vlieseline-dekowatte.html?$category=lgfmfht6b98

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