Tasche

New "Kelly Bag"

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Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.3 (3 Bewertungen)

Wir bieten euch heute eine Anleitung zu unserer Neuinterpretation der bekannten "Kelly Bag". Für die Materialauswahl sind euch natürlich keine Grenzen gesetzt.

Unten findet ihr die Anleitung in 6 Dateien mit Schnitt und Foto zum runterladen.

Besucht doch auch mal unseren Internetblog über Handtaschen: www.bagstage.info

Digitalkamera Täschchen

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Ein schönes Täschchen für Fotoapparate und Digitalkameras.

Viele Bilder und ausführliche Beschreibung - zum Nachmachen!

Detailierte Anleitung im Anhang.

Aus Alt mach neu: Shorts -> Tasche

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Hattet ihr auch schonmal ein paar Shorts oder Hosen in eurem Schrank in die ihr einfach nicht mehr reingepasst habt oder sind eure Kinder aus ihrem Sachen rausgewachsen und ihr wollt sie nicht einfach wegwerfen? Dann macht doch aus den alten Sachen einfach mal eine Tasche.

Für meine Anleitung braucht ihr zwei Paar Shorts, eine Nähmaschine, Schere und die üblichen Verdächtigen wie Nadeln und Faden. Hier habe ich meine alten beigen Shortsals Innenfutter genommen und die gemusterten als äußeren Teil (Bild 1)

Aus Alt mach neu: Shorts - /> Tasche

Kürzt beide Shorts an den gezeigten Stellen (So dass der Schnitt über dem Schritt liegt ;) Also dass die Shorts unten ein bisschen aussehen wie ein Rock) Legt am Besten beide Shorts übereinander um zu sehen ob sie gleich lang sind (das ist wichtig, da die Teile sonst nicht aufeinander passen)
Bitte den Reststoff nicht wegwerfen, der wird noch gebraucht

Aus Alt mach neu: Shorts - /> Tasche
Aus Alt mach neu: Shorts - /> Tasche

Dreht die Shorts auf links (mit der Innenseite nach außen) und versäubert die Kanten mit einem Zickzack-Stich (Overlock-Besitzer habens hier natürlich wieder leichter ;) ), näht die Beine dabei gleichzeitig noch zusammen

Aus Alt mach neu: Shorts - /> Tasche

Legt jetzt die Shorts für das Innenfutter nach innen (jeweils linke Seiten zusammen und die „schönen“ nach außen und steckt die Teile ab

Aus Alt mach neu: Shorts - /> Tasche

Jetzt wird erst einmal mit dem Henkel weitergemacht. Dieser Teil ist etwas komplizierter zu erklären, ich hoffe die Bilder helfen dabei. Nehmt den verbliebenen Reststoff der Shorts und schneidet am Saum entlang der am Schritt liegt, damit ihr einen möglichst großen Teil Stoff erhaltet.
Jetzt steckt jeweils einen Teil des äußeren und einen des inneren aufeinander und schneidet daraus eine rechteckige Stoffbahn (Die Beine meines Innenfutters waren länger als die des äußeren Teils, deswegen musste ich aus zwei Teile ein langes Band machen).

Aus Alt mach neu: Shorts - /> Tasche
Aus Alt mach neu: Shorts - /> Tasche
Aus Alt mach neu: Shorts - /> Tasche

Ihr könnt das Band so lang machen wie ihr möchtet. Sobald ihr euch entschieden habt wie lang es werden sollt näht es zusammen
Ich habe die beiden Teile zuerst rechts auf rechts gelegt, mit Geradstich die Ränder rechts und links vernäht und das ganze dann umgekrempelt (und die schmaleren Seiten dann von außen) umgekrempelt und mit der Hand genäht). Aber bei einem dünnen Band ist das eine ziemliche Fummellei bis man es umgekrempelt hat (nur mal als kleine Warnung vorweg)

Nehmt dann den anderen Teil der Tasche, schaut wo euer Band sein soll und streckt es erstmal fest
Näht dann einmal komplett (!) mit Geradstich um eure Tasche herum (natürlich während sie auf links gedreht ist, sonst würde es wohl etwas komisch aussehen) um alles miteinander zu befestigen (dabei wirklich aufpassen dass das Innenfutter richtig liegt)

Und Fertig ist eure neue Tasche :)

Aus Alt mach neu: Shorts - /> Tasche

Schmuckbeutel

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Hallo, heute möchte ich euch meine praktischste Aufbewahrungsform für meine Schmuckstücke auf Reisen zeigen :) Ihr könnt dafür gut eure Stoffreste verwenden und dafür Sorgen dass aus ihnen auch noch etwas ordentliches wird

Eines vorweg: Scheinbar kann man (oder nur ich?) im Moment keine Bilder hochladen, weswegen erstmal nur Links in der Anleitung sind. Sobald ich (oder stoffe.de ;) )das Problem behoben hat, werde ich die Bilder dann direkt hier einbinden

Als erstes wird ein kreisförmiges Stück Stoff als Beutelboden ausgeschnitten (dabei ist es hilfreich ein Schnittmuster aus Papier mit einem Zirkel zu erstellen). Ihr könnt dabei selbst entscheiden wie groß der Beutel werden soll. Bedenkt nur dass er nicht zu groß sein sollte -> für eine Tasche braucht er nämlich eine entsprechende Bodenverstärkung damit nichts durchhängt ;)
Bedenkt beim Zuschneiden des Kreises das noch eine Nahtzugabe dazukommt (ich verwende immer ~ 1cm)

Schmuckbeutel

Als nächstens braucht man ein länglicher Stoffstreifen in der Länge es Umfangs (inklusive jeweilige Nahtzugabe an der Längs- und an der Querseite) Der Stoff sollte auf jeden Fall fester sein, da er dem Beutel Stabilität gibt wenn er steht.

Schmuckbeutel

Dann werden beide Stoffteile rechts auf rechts gelegt und der Streifen Stück für Stück am Kreis mit Stecknadeln befestigt. Dabei ist es etwas knifflig schön um die Rundungen zu kommen. An den Enden wird jeweils ein kleines Stück über stehen und legen diese Teile am Ende übereinander, damit sie den Streifen mit sich selber vernähen können.

Schmuckbeutel
Schmuckbeutel

So sollte das ganze jetzt aussehen wenn es auf rechts gedreht ist :

Schmuckbeutel

Dann schneiden sie einen dickeren Streifen aus einem weicheren Stoff und wiederholen das ganze noch einmal. Wenn ihr den Beutel einfarbig macht und nur eine Stoffbahn dafür nehmt, dann verstärkt das ganze unten mit doppelt gelegtem Stoff (also da wo der rote Rand bei mir ist), da das ganze sonst aussehen würde wie ein zerknülltes Taschentuch ;)

Schmuckbeutel

Sobald das erledigt ist die Ränder oben einklappen und einmal rund um nähen, damit man einen ordentlichen Rand bekommt (bei solchen Beuteln empfiehlt es sich natürlich Stoffe zu nehmen, die nicht ausfransen, damit man nicht ewig mit versäubern beschäftigt ist)

Schmuckbeutel

Als nächstes nimmt man ein Stück einfaches Garn zur Hand und näht etwa 1,5 – 2 cm unter dem Rand einmal herum (mit Heftstichen) Das Band an den Enden NICHT verknoten!

Schmuckbeutel

So sieht der fertige Beutel jetzt aus und nun müssen sie nur noch die zwei Bänder zuziehen und einen Knoten zum Verschließen machen

Schmuckbeutel

kleines Täschchen

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Wenn man mal ganz wenig Zeit hat und es ganz schnell gehen muss , ist diese Tasche genau das Richtige.

Alles was man braucht ist:

  • 1 Reisverschluss (ca 20cm )
  • 20*30 cm Stoff

  1. Reißverschluss einnähen

2.   Wenden und Ränder abnähen

3. Wenden und noch mal abnehen (-> abgekappte Naht)

4. wenden, Ecken abnähen, abschneiden

5. Wenden, abnähen (-> abgekappte Naht)

6. Wenden, fertig!

Tasche mit Applikation und Gürtel als Träger

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Wie immer beginnen wir mit Bildern vom fertigen Objekt ;)


 

Diese Tasche ist sehr einfach zu nähen und 100% anfängertaugllich, denn Sie war auch ein Anfängerwerk von mir.

Ihr braucht:

  • weniger als einen Meter Stoff für Innen und Außen (jeweils)
  • Schrägband
  • Papier zum Zeichnen des Schnittmusters
  • einen alten Gürtel, optimalerweise einen, der aus Gurtband besteht und eine Schnalle hat, keinen Schieber

 

Das Schnittmuster erstellen

 

 

Das Schnittmuster folgt einem simplen Prinzip. Die Teile die mit a) gekennzeichnet sind, müssen so lang sein, wie das andere a) und für b) gilt das gleiche.

Zuerst zeichnet ihr auf Papier den Bauch eurer Tasche auf (oben links). Oben ist er gerade, unten schon geschwungen. Damit das gleichmäßiger wird, könnt ihr genau in der Mitte eurer Blatt falten.


Dann nehmt ihr z.B. eine Kordel und legt sie rundherum um den Bauch der Tasche (b gekennzeichnet). Nun wisst ihr, wie lang der Stoffstreifen sein muss. Für die Breite dieses Stoffstreifens gilt: Mindestens so breit wie euer Gürtel (oder sogar etwas breiter), aber auch gern ein wenig breiter.

 

Für den Deckel der Tasche (rechts) zeichnet ihr euren Taschenbauch nochmal und setzt oben an der geraden Kante ein Stück dran, so breit wie es auch euer Stoffstreifen ist.

 

Entweder zeichnet ihr nun an die geraden Kanten noch eine Nahtzugabe oder ihr malt direkt ein bisschen größer, sodass es euch egal sein kann, wenn die Tasche durch das nähen ein wenig kleiner wird.

 

Alle Teile werden nun zugeschnitten: 2x Bauch aus Futterstoff und Oberstoff, 1x Klappe aus Futterstoff und Oberstoff, 1x Streifen aus Futterstoff und Oberstoff.

 

Bedenkt: Diese Tasche kann man auch gewendet tragen, also ist es eventuell eine gute Idee, für beides "schöne" Stoffe zu verwenden.

 

 

Das Nähen:

 

An einen Bauchteil aus Oberstoff wird nun eine Klappe aus Oberstoff an der geraden Seite genäht. Dabei liegen die beiden Stoffe rechts auf rechts. Diese Kante versäubern und nach unten bügeln.

 

Das gleiche gilt für einen Bauchteil aus Futter und die Klappe aus Futter.

 

Nun kommt der lange Stoffstreifen aus Oberstoff zum Einsatz. Dieser wird nun rechts auf rechts auf den Bauchteil gesteckt, an dem die Klappe angenäht wurde. Gesteckt wird nun an den Teil, der Bauch ist, nicht an die Klappe selbst. Das ist wegen der Rundung ein bisschen hakelig, aber kein Problem. Diese Kante zunähen und versäubern.

 

Im nächsten Schritt wird der zweite Bauchteil an den Längsstreifen gesteckt, dabei zeigen die Vorderseiten der beiden Bauchteile (die schönen Seiten) zueinander. Bauchteil und Streifen werden rechts auf rechts aneinander gesteckt und ebenfalls festgenäht. Auch diese Naht versäubern. 

 

Mit dem Futter genauso verfahren.

 

 

Nun wird ein Teil der Tasche gewendet, das andere bleibt so wie es ist mit den Nähten nach außen. Dieses Teil kann nun in das andere Teil gesteckt werden. Alles kann jetzt so geschoben werden, dass alle Nähte aufeinander passen. Wenn das der Fall ist, alles mit ein paar Stecknadeln fixieren.

 

Die so entstandene Außenkante ist wird nun einmal rundherum komplett mit Schrägband eingefasst. Benutzt dazu im Zweifelsfall meine Anleitung zum Annähen von Schrägband, schneidet jedoch die Nähte nicht zurück.

 

Nun kommt der Gürtel als Träger zum Einsatz. Er wird entweder auf eurer bevorzugten Außenseite angenäht oder auf der Seite, zu der er besser passt. Er wird an de, breiten Streifen auf der Seite angenäht. Die Schnalle baumelt dabei lose herum.

 

 

Wenn ihr eine Applikation machen möchtet:

Für meine Applikation habe ich ein Stück weißes Leinen genommen (Baumwolle und anderes geht aber auch), auf jeden Fall sollte es ein bisschen Steife besitzen. Mit Stofffarbe habe ich zuerst Augen und Mund gemalt, eine Außenkante gezeichnet und genau an dieser habe ich meinen Jack Skellington dann ausgeschnitten. Dann habe ich ihn auf die Klappe gelegt, bevor ich angefangen habe zu nähen. Mit ein paar Handstichen 2cm innen von der Kante entfernt habe ich die Applikation fixiert, damit sie mir beim Nähen nicht verrutschen würde.

Nun stellt ihr auf der Nähmaschine einen Zickszackstich ein, (einen breiten), und stellt die Stichlänge auf sehr kurz. Test an einem Reststück, ob das ganze eine hübsche geschlossene Stickfläche ergeben wird. 

 

Wenn ja, könnt ihr anfangen, langsam und vorsichtig rund um euren Kopf herum zu nähen. Eventuell lohnt es sich, vorher ein wenig zu üben.

 

 

 

Anmerkungen:

Da keine besonders festen Stoffe von mir verwendet wurden, fällt die Tasche sofern nicht proppenvoll als eine Art Beutel zusammen oder schmiegt sich sanft rund um die Hüfte. Wer lieber eine stabile Tasche will, kann in der Mitte eine Lage Jeans mit fassen, oder das Futter z.B. mit Bügeleinlage verstärken. Eine gewisse Wasserfestigkeit kann durch eine innen eingnähte Lacktischdecke oder Folie erreicht werden. 

 

Ansonsten sind eurer Fantasie bei diesem Modell in Form, Farbe und Verarbeitung nahezu keine Grenzen gesetzt :)

Achja: Diese Tasche hat nur eine Klappe, keinen Verschluss. Ihr könnt natürlich einen Knopf, Druckknopf oder Klett einbauen. Das ist ganz euch überlassen :) 

 

 

Bild von Miaka

Einkaufstasche

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Vorab: Der Schnitt ist sehr einfach und die Nähanleitung möglichst anfängerfreundlich gehalten. Wer also schonmal was genäht hat und sich ein bisschen auskennt wird viele Erklärungen wohl etwas zu genau finden, das kann ich dann auch nicht ändern *g*

Wer trotz allem Probleme habt: fragt mich ruhig! Ich beiße nicht.

 

Der Schnitt um den es geht sieht so aus:

Bei der Anleitung gehe ich von einer Tasche mit den Maßen 25cmx35cm aus. Kann man natürlich variieren, dann aber auch bei der Stoffmenge aufpassen ;)

Dafür braucht ihr:

  • 20 cm Stoff (1)
  • 30cm Stoff (2)
  • 60cm Stoff (3)
  • farblich passendes Garn für Stoff 1 und 3, weil dort sichtbare Nähte sind
  • eine Nähmaschine. Per Hand kann man die Träger nicht wirklich ordentlich hinkriegen, außerdem ist es viel Arbeit.
  • ein Bügeleisen. Toll für alle Bügelfans ;)
  • Dekoelemente nach Wahl

Die Maße bei den Stoffen beziehen sich auf eine Stoffbreite von 140cm, da bleibt noch was übrig. Letztendlich reichen dafür Reststücke, aber diese Längen braucht man, wenn man extra dafür Stoff kauft. Es empfehlen sich glatte, nicht dehnbare Stoffe. Ich nehme am liebsten Baumwolle, aber das ist Geschmackssache.

Wenn ihr die Stoffe habt, braucht ihr folgende Schnitteile. Bei den Teilen A, B und C braucht ihr an allen Kanten 1cm Nahtzugabe, bei D ist sie schon mit einberechnet. Die Zahlen sind alles cm ;)


So, jetzt geht es ans Nähen. Zunächst werden die Teile A und B rechts auf rechts (also schöne Seite auf schöne Seite) an einer der 25cm-Kanten zusammengesteckt und mit geradem Stich genäht. Das ganze natürlich zweimal, klar.
Die Nahtzugaben sollte man versäubern, damit der Stoff nicht fusselt und ausfranst. Dafür einfach mit einem breiten Zickzack-Stich möglichst nah an der Kante entlang nähen.

Die beiden so entstandenen Stoffstücke werden wieder rechts auf rechts aufeinander gelegt, gesteckt und genäht. Natürlich nur an drei Seiten, die Oberseite bleibt offen. Die beiden Ecken unten kann man beim Nähen ein bisschen abrunden, das sieht mMn besser aus als wenn man sie eckig macht. Wieder versäubern und erstmal zu Seite legen.
Gleiches Spiel mit den beiden Futterteilen (C).

Jetzt kommen die Träger. Dafür werden die Teile D der Länge nach gefaltet und gebügelt. Das ganze wird dann wieder aufgefaltet und die beiden Kanten zur Mitte hin gefaltet und gebügelt. Wenn das erledigt ist, wird das ganze entlang der mittleren Kante wieder zusammengefaltet. Klingt vielleicht verwirrend, zur Veranschaulichung hier der Querschnitt:

Die beiden so entstandenen Streifen sollten also in fertig gefalteter und gebügelter Form noch 2,5cm breit sein.

Diese Streifen werden jetzt an der offenen Seite zusammengesteckt und nah an der Kante zusammengenäht. Ich setze dann immer noch eine Naht an die andere Seite, für die Symmetrie... ist bei gekauften Taschen übrigens meistens auch so.

Bisher war das ganze ja denkbar einfach, jetzt kommt der knifflige Teil: Außenstoff, Träger und Futter zusammennähen. Als erstes wird das Futter an der oberen Kante etwa 1cm nach innen umgeschlagen. Die Träger werden dann an die linke Seite des Futters gesteckt, ungefähr so:

Die Träger näht man am besten so fest:

Also erstmal ein Viereck nähen, dann diagonal zur gegenüberliegenden Ecke, eine der längeren Seiten nochmal nähen (dann muss man nicht absetzen) und die anderen beiden Ecken verbinden. Dieses Viereck kann ruhig über die ganze Fläche gehen, die Träger und Futter aufeinander liegen.
Wer noch nie Ecken genäht hat: um eine ordentliche Ecke hinzukriegen, näht man bis dahin, wo die Ecke hinsoll (Hallo Logik!) und lässt die Nadel im Stoff. Dann hebt man den Nähfuß an, dreht den Stoff um 90°, lässt den Nähfuß wieder runter und näht fröhlich weiter.

Als nächstes wird auch beim äußeren Teil der Tasche die Oberkante eingeschlagen, im Idealfall so weit wie auch beim Futter schon ;)
Dann kommt das Futter in die Tasche, die beiden Oberkanten werden links auf links zusammengesteckt und einmal am oberen Rand langgenäht. Dabei darauf achten, dass die Naht möglichst nah an der Kante ist, sonst kann es passieren dass man die Nahtzugabe nicht erwischt und sich das ganze umklappt.

Und das war's auch schon!

 

 

Bild von Miaka

Nähanleitung Stoffmäppchen

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Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 2.8 (11 Bewertungen)

Dieser Schnitt ist prinzipiell ganz einfach, mal muss nur für das Schrägband recht genau nähen können.

Material:

  • 26x33cm Oberstoff. Ich nehme meistens dünnen Baumwollstoff, hab aber auch schon einen recht dicken Wollstoff genommen. Der Stoff sollte nicht elastisch und nicht zu rutschig sein, Satin u.ä. kann man mit Vliseline (Bügeleinlage) "bändigen"
  • die gleiche Menge festen Stoff (Jeans) als Futter
  • wenn der Jeansstoff nicht passt noch eine weitere Lage farblich passenden Stoff als Futter, in dem Fall wird der Jeansstoff als Zwischenfutter verarbeitet.
  • ~1m Schrägband (Baumwollschrägband lässt sich am einfachsten verarbeiten)
  • für den Verschluss ~65cm Satinband oder 1-2 Knöpe (+ Knopflochgarn für handgestochene Knopflöcher oder eine Knopflochfunktion an der Maschine) - oder was einem als Verschluss sonst so einfällt


Als erstes wird ein Stoffrechteck mit den Maßen 26x33cm zugeschnitten (Maße des fertigen Mäppchens sind dann 26x12cm), die beiden unteren Ecken werden abgerundet. Je größer die Rundung ist, desto leichter lässt sich nachher das Schrägband annähen. In meiner Zeichnung sind die Rundungen etwas zu klein geworden.
Dieses Rechteck braucht ihr aus dem Oberstoff, dem Jeansstoff und (falls vorhanden) dem Futterstoff.
Die Rechtecke werden links auf links exakt aufeinander gelegt. Bei einem extra Futter liegt der Jeansstoff zwischen den beiden Stofflagen. Das ganze bügelt man am besten an dieser Stelle nochmal und sichert es mit ein paar Stecknadeln.
Dann werden alls Stofflagen zusammen versäubert, dabei muss man darauf achten, dass sich nichts verschiebt.
Genau genommen wäre das Versäubern gar nicht nötig, weil die Kanten nachher alle mit Schrägband eingefasst werden, ich nutze diesen Schritt nur, um alle Lagen zunächst mal zu verbinden. Man kann das ganze auch einfach mit ein paar Stichen heften, ich finde aber dass es mit einem großen Zickzackstich am einfachsten geht.

In den folgenden Bildern ist der Oberstoff immer grün, das Futter orange dargestellt.

Die obere (gerade) Kante wird dann mit Schrägband eingefasst. Wie das geht kann man bei Natron&Soda (hier) nachlesen, ich erklär das nicht nochmal ;)

Nun wird das ganze Gebilde gefaltet, wie genau sieht man (hoffentlich ^^) am Bild. Der gefaltete Bruch (grün dargestellt) ist 11cm von der Schrägband-Kante entfernt.
Diesen Bruch kann man erstmal plattbügeln und die Außenkanten des Mäppchens, das man langsam als solches erkennen kann, absteppen. Ich sicher sie allerdings nur mit Stecknadeln, das reicht auch.

Wer einen Satinband-Verschluss haben will, muss das Band nun annähen. Dafür wird es so gefaltet, dass ein längeres und ein kürzeres Ende entstehen. Das Band wird dann mit dem Bruch an die Mitte der Oberkante des Mäppchens (welch schöne Wortkonstruktion, aber das Bild zeigt was ich meine) gesteckt und evtl. mit ein paar Stichen gesichert.Richtig angenäht wird es nachher mit dem Schrägband.

Nun wird die komplette Außenkante mit Schrägband eingefasst. Das ist etwas friemelig, vor allem weil es von beiden Seiten schön aussehen sollte. Bei mir wird es am besten wenn ich nach dem ersten Schritt (also nachdem ich das offene Band angenäht habe) die Nahtzugabe an den Rundungen und an Stellen mit vielen Stofflagen 1-2mm zurückschneide, das muss man aber einfach ausprobieren. An dieser Stelle tut man sich einen großen Gefallen wenn man Baumwollschrägband nimmt. Wenn man das ganze aus einem glänzenden Stoff macht und unbedingt Satinschrägband haben will, sollte man möglichst dickes (also auch festes) nehmen, das kostet im Zweifelsfall ein bisschen mehr, lässt sich aber besser verarbeiten.
Um schöbne Abschlüsse zu bekommen faltet man das Schrägband nach dem Ansteppen einmal um die offene Kante, erst dann wird es eingeschlagen und zum 2. mal festgesteppt.

Wer das ganze mit Knöpfen schließen will macht jetzt noch Knopflöcher und näht die Knöpfe an, die ungefähre Position seht ihr auf dem Bild.

Am Ende wird das (fertige, hurra!) Mäppchen nochmal gebügelt. Für den Satinbandverschluss wird das längere Ende einmal um das Mäppchen gewickelt, dann bindet man eine Schleife mit den beiden Enden. Wie Knöpfe funktionieren sollte klar sein ;)
 

Und so kann das ganze aussehen:
geschlossen:

offen:

Rückseite:

Andere Varianten:

Nähanleitung Wendehandtasche

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Vor einiger Zeit wurde mir mal meine Lieblingshandtasche gestohlen, und da ich eine solche nicht noch einmal bekommen habe, habe ich angefangen, selbst herumzuprobieren. Angekommen bin ich bei einer Handtasche in einer A-Form, die so einfach herzustellen ist, dass ich sie jetzt schon mehrfach verschenkt habe.

Und der Clue - alle Nähte sind versteckt, daher kann man die Tasche wenden und muss sich nicht vorher entscheiden, ob man diesen tollen Druckstoff wirklich "nur" als Futterstoff verwenden will! 

Material (für diese Größe, man kann die Tasche natürlich beliebig verkleinern oder vergrößern): 

- zwei Stoffe je 60 x 60 cm (bei gesmusterten Stoffen gegebenenfalls mehr)

- Vlieseline S133 oder anderes nach Belieben - ich mag diese Taschenform gerne sehr stabil, und die S133 ist fast wie dünner Karton.

- Nähgarn

- ein kleiner Karabiner für das Schlüsselband

- andere Dekorationen nach Bedarf

Schnitt:

Dieses Bild ist verkleinert, für meine Taschengröße misst die Mittellinie genau 30 cm.

Hiervon schneide man aus jedem Stoff sowie aus der Vlieseline zwei Teile, je Vorder- und Rückseite. Da ich hier Stoff verwendet habe, bei dem das Muster auf den Kopf gedreht werden kann, habe ich die Unterkante an den Stoffbruch gelegt, so wie auf dem nächsten Bild zu sehen, und damit eine Naht gespart. Wenn beim Stoff oben und unten wichtig ist, geht das natürlich nicht.

Außerdem braucht man aus jedem Stoff und der Vlieseline je zwei Streifen für die Träger. Meine haben die Länge 60 cm und 5 cm Breite.

Zuletzt habe ich einen Streifen von 5 cm Breite und ca. 25 cm Länge als Schlüsselanhänger zurechtgschnitten, weil ich immer in meinen Handtaschen nach dem Hausschlüssel suche, und man so nur dran zu ziehen braucht 

Das sieht dann so aus: 

(Der Kleinkram oben im Foto ist der Karabiner für den Schlüsselanhänger und ein Knopf zum selbst beziehen - zeige ich später noch einmal genauer.)

Nähen: 

Zunächst die Vlieseline auf den dünneren der Stoffe bügeln (der braune Stoff hier ist Cord, der andere ein Baumwollstoff, ich habe den Baumwollstoff genommen).

Wenn man die beiden Seiten nicht bereits am Stoffbruch geschnitten hat, jetzt die Unterkanten der Stoffe zusammen nähen.

Dann jeweils die Hauptteile entlang der Unterkante falten, rechte Seite innen, und die langen Seiten zusammen nähen. Die unteren Ecken bleiben noch offen. Das sieht dann so aus: 

Im nächsten Schritt wird die Tasche dreidimensional - indem man den Stoff jeweils an den Einschnitten an den unteren Ecken auseinanderzieht und die Seite der Tasche (dort, wo die Naht durch die Mitte verläuft) mit dem Boden zunächst zusammen heftet und dann näht.

Geheftet sieht das in etwa so aus: 

Die Naht, die in diesem Bild von oben zur Mitte hin veräuft, ist die Seitennaht. Die untere Seite von rechts nach links mit einer gerade Naht zusammen nähen.

Dies wird auf beiden Seiten und dann natürlich auch mit dem anderen Stoff gemacht. Nun beide Taschenteile erstmal auf rechts drehen.

So, die komplizierten Schritte haben wir hinter uns. Erstmal Kaffeepause

 

Im nächsten Schritt werden die Träger erstellt. Also: rechts auf rechts aufeinander legen, zusammen heften, nähen, umdrehen (Eine lange Stricknadel an einem Ende durch den Stoffschlauch gepiekst hilft immens), bügeln, Kanten absteppen. Etwa so: 

Als nächstes kommt der Schlüsselanhänger. Ich benutze den Schrägbandformer, um den Stoff doppelt und dann nochmal doppelt zu falten, aber es geht natürlich auch ohne. Ich mag meinen Schrägbandformer eben! 

Also, Kanten nach innen, absteppen und dann den Karabiner in eine Schlaufe an einem Ende nähen.


 

Noch schnell den Knopf mit einem Stückchen von dem schönen bedruckten Stoff beziehen und wir haben alle Einzelteile zusammen: 

 

Jetzt muss alles natürlich noch zusammen gesetzt werden. Dazu eins der Taschenteile wieder auf links drehen - mit der Vlieseline S133 ist der Baumwollstoff schön steif geworden, daher nehme ich den, der weichere Stoff kann sich dann um den steiferen herum fügen und man sieht leicht, ob irgendwo etwas noch nicht passt.

Jetzt steckt man die auf links gedrehte Stoffhülle in die andere. Achtung: Die beiden Teile der Tasche sitzen tatsächlich so, wie in der fertigen Tasche später, also links auf links.

Jetzt zunächst den inneren Stoff nach außen umkrempeln und feststecken.

 

Im nächsten Schritt dann den äußeren Stoff nach innen umfalten und mit dem inneren zusammen feststecken, dabei auf jeden Fall alle Nadeln aus dem inneren Stoff entfernen.

Hier muss darauf geachtet werden, dass beide Stoffe gleichmäßig abschließen, da man diese Naht genau so nachher sieht.

Während die Seiten zusammengesteckt werden, außerdem die Träger und den Schlüsselanhänger einfügen. Die Träger setze ich auf jeder Seite etwa 1,5 cm von der Seitennaht entfernt, den Schlüsselanhänger genau auf eine Seitennaht. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Jetzt noch einmal (oder auch zweimal) um die Oberkante herum steppen, dabei möglichst nah an der Kante bleiben.

Knopf annähen, und ich habe auch noch zwei gelbe Straßsteine als Verziehrung gefunden. Hurra - fertig!

Viel Spaß beim Nachnähen. Feedback und Bilder würden mich freuen! 

Nähanleitung: Einfacher Wendebeutel

3
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3 (8 Bewertungen)

Hilfe! In 22 Tagen – von heute an gerechnet – ist Weihnachten! Ich habe gerade meine Geschenkelisten durchgesehen und festgestellt, dass ich noch 15 Einkaufsbeutel nähen muss.

Ich hatte mir nämlich (schon vor Monaten, Weihnachten lag ja noch in weiter Ferne) überlegt, dass ich meinen Lieben nur selbstgemachte Sachen zu Weihnachten schenke, als da sind: Socken, Pullover, Jacken, Spülis, Weihnachtsanhänger, Handschuhe, Schals, Tücher, Kekse, Pralinen usw. Fragt mich bitte nicht, was davon ich bis heute schon fertig habe. Naja, einige Sachen sind da schon zusammen gekommen. Und worin werden die Geschenke umweltfreundlich überreicht? In Einkaufsbeuteln.

Wendebeutel Wendebeutel

» Hier finden Sie diese Nähanleitung als PDF-Dokument

Material

Die Anleitung findet Ihr weiter unten. Die Größe könnt Ihr selbst bestimmen. Ich bin einfach von den Maßen ausgegangen, die ich in meinem Stoffvorrat vorgefunden habe. Ebenso könnt Ihr andere Henkel anbringen, Taschen auf- und einsetzen, Blüten aufnähen, Borten annähen usw. Bei mir musste es schnell gehen, hier also die Einfach-Version, allerdings mit dem kleinen Bonbon, dass sie durch das "Futter" auch gewendet werden können.

Material:
1. Stoff: 40 x 67 cm
2. Stoff: 40 x 67 cm
Gurtband: 2 x 50 cm (2,5 – 3 cm breit)
Fertige Größe: 27 cm x 38 cm
Wendebeutel

Anleitung:
» Beide Stoffe rundum versäubern.

» Beide Stoffe jeweils zur Hälfte falten (lange Seite).

» Nähte an beiden Stoffen an beiden Seiten schließen. Achtung: Bei einem Stoff an einer der beiden Seiten eine Wendeöffnung von ca. 10 cm lassen.

» An den unteren Kanten der Taschen ca. 5 cm von der Kante abstecken und abnähen.

Wendebeutel

» Spitzen abschneiden und versäubern.

Wendebeutel

» 1 Taschenteil wenden, rechte Seite außen.

» Vom linken und rechten Rand je 9 cm entfernt das Gurtband anstecken, andere Seite genauso.

Wendebeutel Wendebeutel

» Das zweite Taschenteil rechts auf rechts auf das erste stecken.

» Die oberen Kanten zusammenstecken und zusammennähen. Die Henkel sind zwischen den beiden Taschen.

Wendebeutel

» Durch die Wendeöffnung wenden.

» Wendeöffnung schließen.

» Oberen Rand 1 cm breit absteppen.

» Hier finden Sie diese Nähanleitung als PDF-Dokument

Diese Anleitung wurde von Martha Wendt entworfen.

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