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Fleur Delacours Phönix-Brautkleid aus "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1"

Bild von Mohmoh

Hallo miteinander,
anscheinend bin ich gerade in einer Brautkleid-Phase, denn auch mein aktuelles Kostüm könnte gut und gerne als Brautkleid Verwendung finden. Man könnte mutmaßen, dass diese Vorliebe daran liegt, dass ich kein „normales“ Brautkleid an unserer Hochzeit getragen habe und nun versuche dieses Bedürfnis unterbewusst mit „brautigen“ Kostümen zu kompensieren. Das ist jedoch nur ein scherzhaftes Gedankenspiel. Ich hätte nie im Leben in einem „normalen“ Brautkleid heiraten wollen…


 

Hintergrund:
Einige Freunde und ich haben schon letzten Herbst beschlossen kostümiert in die Premiere des letzten „Harry Potter“-Films zu gehen. Ich hab mir vor Jahren eine Slytherin-Schuluniform zusammengestellt, doch ich fühle mich mittlerweile zu alt um noch glaubhaft eine Hogwartsschülerin darzustellen. Also suchte ich in den „Harry Potter“-Filmen nach einem alternativen Kostüm und wurde in Fleur Delacours Brautkleid fündig. Das Design des Originalfilmkleides ist angelehnt an das Design eines Couturekleides aus der Herbst/Winter 2008/2009-Kollektion des britischen Designers Alexander McQueen.

 

Entstehung getreu dem Motto „aus alt mach neu“:
Aus Zeit- und Kostengründen hab ich mich für ein kommerzielles Brautkleid als Basiskleid entschieden. Ich musste sehr viel an dem Kleid ändern (leider hab ich kein Foto wie’s vorher aussah), und im Nachhinein wär’s wahrscheinlich günstiger gewesen das Basiskleid selbst zu nähen anstatt ein halbfertiges Kleid als Basis zu verwenden. Ich hab den Aufwand das Brautkleid zu ändern unterschätzt. Tja, man lernt eben nie aus…

Dekoriert ist das Kleid mit ca. 80-100 Quadraten aus cremefarbenen Softtüll. Leider kann man Tüll nicht reißen, also mussten ALLE Quadrate ausgeschnitten werden (ein Hoch auf eine gut schneidende Stoffschere!). Einen Großteil der Quadrate konnte ich maschinell auf den Rockteil des Kleides aufnähen. Wo ich mit der Maschine nicht mehr hinkam, hab ich die Tüllquadrate von Hand aufgenäht. Viel sind von den 12 m Softtüll nicht übrig geblieben.

Die zwei großen Phönixapplikationen hab ich aus zwei großen Spitzenapplikationen und schwarzer Spitze zusammengestückelt (siehe Fotocollage). Die Phönixapplikationen sind komplett von Hand aufgenäht. Allein daran saß ich circa 2 Wochen jeden Abend inklusiv der Wochenenden.

Der Kopfputz entstand in ca. 3 Stunden aus einem Messinghaarreif, zwei Tüllspitzenapplikationen, Messingdraht, Klebstoff und Knopflochgarn. Zu dem Kleid trage ich einen mittelgroßen Reifrock (ca. 2,5 m Umfang), eine honigblonde Perücke und silberne Pumps mit Spitzenbesatz. Aus den Resten hab ich ein zum Design des Kleides passendes Beutelchen genäht.